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Kollektives Dire-Straits-Gedächtnis: Welthits aus dem Kulturwerk
Nah dran: Brothers in Arms

Brothers in Arms, die Dire-Straits-Tribute-Band, begeisterte in ihrem zweiten Stream-Konzert am Samstag im Kulturwerk Wissen.
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  • hochgeladen von Regine Wenzel (Redakteurin)

jon Wissen. „Brothers In Arms“: das erfolgreichste Album der Dire Straits aus dem Jahr 1985. Ein Meilenstein: eins der ersten Alben, die komplett digital aufgenommen und als CD veröffentlicht wurden. Mehrere Grammys. Ein Jahr lang gingen die Dire Straits damals mit dem Album auf Welttournee und begeisterten zweieinhalb Millionen Zuschauer. Die Tribute-Band Brothers in Arms („Waffenbrüder“), die sich als Tribute-Band aber keineswegs in „Dire Straits“, in einer „üblen Notlage“, befand, trat vergangenen Samstag im Kulturwerk Wissen in große Fußstapfen.
Im Jahre 2002 entstand die Band aus dem pfälzischen Donnersbergkreis und machte sofort von sich reden. Mehr als 50 Konzerte in ganz Deutschland und dem näheren Ausland spielt die Tribute-Band im Jahr – sogar in der Karibik war sie schon.

jon Wissen. „Brothers In Arms“: das erfolgreichste Album der Dire Straits aus dem Jahr 1985. Ein Meilenstein: eins der ersten Alben, die komplett digital aufgenommen und als CD veröffentlicht wurden. Mehrere Grammys. Ein Jahr lang gingen die Dire Straits damals mit dem Album auf Welttournee und begeisterten zweieinhalb Millionen Zuschauer. Die Tribute-Band Brothers in Arms („Waffenbrüder“), die sich als Tribute-Band aber keineswegs in „Dire Straits“, in einer „üblen Notlage“, befand, trat vergangenen Samstag im Kulturwerk Wissen in große Fußstapfen.
Im Jahre 2002 entstand die Band aus dem pfälzischen Donnersbergkreis und machte sofort von sich reden. Mehr als 50 Konzerte in ganz Deutschland und dem näheren Ausland spielt die Tribute-Band im Jahr – sogar in der Karibik war sie schon. Dieses Konzert in Wissen war das zweite Streaming-Konzert der Band.

Ins kollektive Gedächtnis geschrieben

Nach dem Opener „Heavy Fuel“ reihte sich ein Welthit an den anderen. „Romeo & Juliet“, „Water Of Love“, „Walk Of Life“: All diese Titel sind der Generation, die in den 1980er-Jahren aufwuchs, ins kollektive Gedächtnis geschrieben. Die Brothers in Arms sind sichtlich froh, mal wieder zusammen spielen zu können, wenn auch nur vor virtuell anwesendem Publikum. Bassist Sebastian Netz, Keyboarder Moritz Schuster, Drummer Oly Wahner werden klangvoll ergänzt durch Kai Liedtke am Alt- und Tenor-Saxophon.

Andreas Leisner klingt wie Mark Knopfler

Bandleader Andreas Leisner, Spitzname „AL“, hatte sich spätestens beim zweiten Titel „Romeo & Juliet“ gut eingegroovt und klang täuschend echt wie Mark Knopfler. Wie Knopfler, so spielt auch er ohne Plektrum, untypisch für E-Gitarristen. So entsteht der typische Gitarren-Sound der Dire Straits. Sogar Knopflers absichtliches „Stolpern auf dem Griffbrett“ hat Leisner drauf. Beim dritten Stück „What It Is“ hatte er schon die dritte Gitarre aus seinem Instrumenten-Pool geholt. Jedem Stück seine spezielle Gitarre.

"So Far Away" passt zur aktuellen Lage

Es geht weiter mit „Expresso Love“, „Telegraph Road“ und „Latest Trick“. Die Band klingt gut aufeinander eingespielt. Vom Keyboard kommen mystische Synthi-Sounds, ergänzt durch die Drums, die Gitarre kommt dazu, und man erkennt „So Far Away“. Das erinnert irgendwie an die Abstandsregeln … Wir sind alle ziemlich weit entfernt voneinander. Die Band vermisst natürlich das Publikum. Ungewohnte Spielsituation, aber was soll man machen?! Dire-Straits-Stücke sind anders als gewöhnliche Pop-Hits, haben lange instrumentale Parts, was heutzutage irgendwie völlig out ist.

Keine Glitter-Show, nur die Musik

Insgesamt sind die Stücke der Dire Straits nicht wirklich rockig-fetzig, sondern eher zurückhaltend. Sie erzählen leicht melancholisch anmutende Geschichten mit Tiefgang und sie dienen der Kunst an der Gitarre. Die Kompositionen sind etwas ganz Eigenes, an dem man besser nicht herumbasteln sollte. Die „Waffenbrüder“ aus der Pfalz bringen dieses Feeling gut rüber. Keine Glitter-Show, nur die Musik zählt.
Beim weltbekannten „Sultans Of Swing“ wird es etwas lebendiger. Auch dieser Titel ist uns in die Seele geschrieben. Die Titel sind wie ein Bett für die Gitarrensoli konzipiert. Diesen verleiht Leisner den typischen Knopfler-Sound: weich und melodiös.

Mit Drehorgel-Sound und "Uilleann Pipes"

Im „Tunnel Of Love“ erklingt ein Drehorgel-Sound: Man meint, man stünde mitten in Amsterdam, und schottische „Uilleann Pipes“ erklingen im Intro zu „Darling Pretty“ : Knopflers Reverenz an seine Heimat. Im Intro zu „Money For Nothing“ spielt Oly Wahner ein tolles Schlagzeug-Solo, und auch Bassist Sebastian Netz gibt sich die Solo-Ehre.

Zugabe und dann... "Going Home"

Als letzten Titel hat sich die Band den Titel auserkoren, nach dem sie sich benennt: „Brothers In Arms“. Solange Waffen Instrumente sind, die konstruktiv wirken, haben wir nichts gegen sie. Die virtuellen „Zugabe“-Rufe aus dem Netz wurden mit einem abschließenden „Going Home“ belohnt.

Autor:

Johanna Schirmacher (Freie Mitarbeiterin)

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