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Eröffnung der 19. Westerwälder Literaturtage wegen Corona-Krise verschoben
„Nordlichter“ leuchten später

Stellten die 19. Westerwälder Literaturtage vor, deren Auftakt wegen der Corona-Krise verschoben wurde (v. l.): Maria Bastian-Erll, Thomas Franz, Dominik Weitershagen, Sandra Köster, Dr. Peter Enders, Michael Wagener, Klaus Schumacher, Achim Schwickert, Berno Neuhoff und Thomas Pagel.
  • Stellten die 19. Westerwälder Literaturtage vor, deren Auftakt wegen der Corona-Krise verschoben wurde (v. l.): Maria Bastian-Erll, Thomas Franz, Dominik Weitershagen, Sandra Köster, Dr. Peter Enders, Michael Wagener, Klaus Schumacher, Achim Schwickert, Berno Neuhoff und Thomas Pagel.
  • Foto: Gaby Wertebach
  • hochgeladen von Alexander W. Weiß (Redakteur)

gum/sz Wissen. Während der Planung war, wie bei vielen mittlerweile abgesagten Veranstaltungen, alles noch im grünen Bereich, doch macht das Coronavirus auch den 19. Westerwälder Literaturtagen unter dem Motto „Nordlichter“ – zumindest zunächst – einen Strich durch die Rechnung. Bisher musste die Eröffnung mit dem schwedischen Starautor Arne Dahl (1. April, Kulturwerk Wissen ) und auch der zweite der 32 Termine, das Matineekonzert des Geheimen Küchenchors am 5. April in Altenkirchen, abgesagt werden. Wie Organisatorin Maria Bastian-Erll am Sonntag mitteilte, werden auch Schulveranstaltungen mit Anu und Friedbert Stohner, geplant in Hachenburg, auf einen späteren Zeitpunkt verlegt.

gum/sz Wissen. Während der Planung war, wie bei vielen mittlerweile abgesagten Veranstaltungen, alles noch im grünen Bereich, doch macht das Coronavirus auch den 19. Westerwälder Literaturtagen unter dem Motto „Nordlichter“ – zumindest zunächst – einen Strich durch die Rechnung. Bisher musste die Eröffnung mit dem schwedischen Starautor Arne Dahl (1. April, Kulturwerk Wissen ) und auch der zweite der 32 Termine, das Matineekonzert des Geheimen Küchenchors am 5. April in Altenkirchen, abgesagt werden. Wie Organisatorin Maria Bastian-Erll am Sonntag mitteilte, werden auch Schulveranstaltungen mit Anu und Friedbert Stohner, geplant in Hachenburg, auf einen späteren Zeitpunkt verlegt.
Bastian-Erll stellte am Samstag im Kulturwerk in Wissen das hochkarätige Programm bei einer Pressekonferenz vor und begrüßte dazu neben dem Landrat des Westerwaldkreises, Achim Schwickert, den Landrat des Kreises Altenkirchen, Peter Enders, den Wissener Verbandsbürgermeister Michael Wagener, den Stadtbürgermeister von Wissen, Berno Neuhoff, Sandra Köster (Vorsitzende der Gemeinschaftsinitiative Wir Westerwälder! der Landkreise AK, WW und Neuwied), den Geschäftsführer des Kulturwerks, Dominik Weitershagen, sowie Klaus Schumacher, Thomas Pagel und Thomas Franz als Mitveranstalter.

Renommierte Autoren als Live-Erlebnis

„Dass wir uns heute Morgen hier treffen zeigt, dass das normale Leben weitergeht, weitergehen muss“, so Landrat und Mediziner Peter Enders, der in Hinblick auf das Coronavirus zur Besonnenheit aufrief. Enders bezeichnete die Stadt Wissen als die Wiege der Westerwälder Literaturtage. Es sei beachtlich, was sich innerhalb von zwei Jahrzehnten unter dem Label „Westerwälder Literaturtage“ getan habe. Die „ww-Lit“ seien ein Aushängeschild für die gesamte Region der drei Landkreise, in die er jetzt auch mal das Siegerland wegen der räumlichen Nähe mit einbeziehe. Gleichzeitig seien sie auch ein Zeichen der sehr guten, jahrelangen kommunalen Zusammenarbeit. Gerade im ländlichen Raum seien die „ww-Lit“ eine Bereicherung, eine einzigartige Gelegenheit, renommierte Autorinnen und Autoren nach einer Lesung live zu sehen. Es sei wichtig, schon junge Menschen an gebundene Bücher heranzuführen. Der Landrat bezeichnete sich als ein ausgesprochener Fan von Lesetagen in Kindertagesstätten, bei denen er selbst einmal im Jahr mitwirke. Schließlich sei Literatur geeignet, den Horizont zu erweitern, den Leser in andere Welten zu bringen, und führe letztendlich auch immer wieder zu einer Auseinandersetzung mit der Beschaffenheit unserer Gesellschaft. Der Erfolg der „ww-Lit“ sei nicht nur mit dem Namen des Begründers Hanns-Josef Ortheil, der am 17. Mai aus seinem Werk „Der von den Löwen träumte“ vorliest, sondern ebenso mit dem Namen Maria Bastian-Erll verbunden, weshalb er ihr stellvertretend für alle Aktiven vor und hinter den Kulissen herzlich dankte.

Etwas Außergewöhnliches für drei Landkreise

„Als neue Strukturen gefunden werden mussten, da haben wir hier in Wissen entschieden: Wir geben die ,ww-Lit‘ nicht aus der Hand“, so Bürgermeister Michael Wagener. Sie seien ein Wissener Projekt, auch wenn sie über die Kreisgrenzen hinaus strahlten. „Auch wenn die jetzige Situation wirtschaftlich für die Gemeinde keine ganz einfache Sache ist, wir werden das schaffen.“
„Es liegt in der Tradition der drei Landkreise, immer mal hinzugucken, wer denn welche Initiative vor Ort hat, die besonders gut ist“, so Landrat Achim Schwickert. Es sei ein Riesenvorteil, dass mit den Literaturtagen in Wissen etwas Außergewöhnliches für die drei Landkreise entstanden sei, weshalb auch das Land Rheinland-Pfalz sich beteilige. Er dankte Maria Bastian-Erll ausdrücklich dafür, dass sie wie in jedem Jahr die Fäden zusammenhält.

Von Grönland bis zum Baltikum

Man habe probiert, im diesjährigen Programm alle Länder Skandinaviens abzubilden, so Bastian-Erll. Auch Grönland, Island, Finnland sind dabei, wobei das Baltikum am schwierigsten gewesen sei. Viele namhafte Autoren wie Katrin Engberg, Lena Johannson, Fridrich Dönhoff oder Norbert Scheuer lassen Großes erwarten. Alles Mögliche an Sparten wird geboten, unter anderem eine Inszenierung von „Karlsson vom Dach“ des Wittener Kinder- und Jugendtheaters oder der Crashkurs in Sachen Sauna und Seen, Wodka und Wald, Elfen und Elche beim Kabarettabend mit Bernd Gieseking. Viele der eingeladenen Autoren haben ähnliche Biografien, sie leben zum Teil in Deutschland, viele von ihnen waren lange in Skandinavien zu Hause.

Abschluss mit Eva Mattes im Hüttenhaus

„Sollte die Eröffnung später, vielleicht tatsächlich erst im September sein, dann gibt es wahrscheinlich keine Reden zum Auftakt, dafür aber Musik, Kulinarisches und einen guten Moderator“, so Bastian-Erll die darauf hofft, für alle der 32 Veranstaltungen im Bedarfsfall einen Ausweichtermin zu finden. Nicht nur bei der Schlussveranstaltung am 28. Oktober, einem Astrid-Lindgren-Abend mit der Schauspielerin Eva Mattes im Hüttenhaus in Herdorf, die hoffentlich fristgerecht stattfinden kann und die außerdem auch noch hochkarätig musikalisch besetzt ist, rechnet sie mit vielen Besuchern.
Die Eintrittskarten für die Eröffnung der Westerwälder Literaturtage behalten ihre Gültigkeit oder können frühestens ab der Bekanntgabe eines Ausweichtermins oder bei endgültiger Absage bei der jeweiligen Vorverkaufsstelle, wo sie erworben wurden, zurückgegeben werden, die Geldrückgabe wird garantiert.
Weitere Entscheidungen zu Veranstaltungen stehen noch aus. Der jeweilige Stand der Planung wird im Internet bekannt gegeben auf www.ww-lit.de und der Facebookseite der Westerwälder Literaturtage oder ist zu erfragen in der Wissener Buchhandlung von Maria Bastian-Erll unter Tel. (0 27 42) 18 74. Laut Mitteilung besteht gegenwärtig keine Veranlassung, Veranstaltungen schon weit im Voraus abzusagen. So blieben die Termine mit Alva Gehrmann am 21. April im Kulturwerk und Anne Siegel am 23. April im Burglahrer Heinrichshof bis auf Weiteres in der Planung.

Autor:

Gaby Wertebach (Freie Mitarbeiterin) aus Betzdorf

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