Schauspieler Bruno Lehan überzeugt als "Judas" in Wissen
Spannungsvolle Leistung

Der Koblenzer Schauspieler Bruno Lehan überzeugte in Wissen in der Rolle des Judas im gleichnamigen Stück von Lot Vekemans.
  • Der Koblenzer Schauspieler Bruno Lehan überzeugte in Wissen in der Rolle des Judas im gleichnamigen Stück von Lot Vekemans.
  • Foto: Ev. Kirchengemeinde Wissen
  • hochgeladen von Peter Barden (Redakteur)

sz Wissen. „Sie haben den Judas nicht nur gespielt – Sie waren Judas,“ so formulierte es ein begeisterter Zuschauer nach dem mehr als 70-minütigen Theatermonolog im anschließenden Gespräch mit dem Koblenzer Schauspieler und Künstler Bruno Lehan, der seine Tournee mit „Judas“ in Wissen in der Evangelischen Erlöserkirche eröffnete. „Sie haben mich zu Tränen gerührt,“ „Ich habe Ihnen jedes Wort geglaubt,“ so die weiteren Äußerungen anderer Zuhörer beim anschließenden Gespräch mit dem Schauspieler. 

Zuschauer in Bann gezogen

Bruno Lehan bot an diesem Abend als Judas in dem gleichnamigen Theaterstück der niederländischen Dramatikerin Lot Vekemans eine intensive und spannungsvolle Leistung. Unter dem Kreuz, das prägnant den Altarraum ziert, konnten sich die Zuschauer nach Angaben der Veranstalter diesem Judas und seinen Zweifeln nicht entziehen: Er legte überzeugend dar, was ihn im Alter von 25 Jahren zu dem Mann zog, der später am Kreuz hängen würde. Obwohl der Name des Gekreuzigten im gesamten Theaterstück nicht ein einziges Mal fiel, war jedem klar, um wen es sich bei diesem Mann handelte.

"Wer will meinen Namen?"

Judas haderte mit dessen Wunsch, in Erfüllung der Jesaja-Prophetie zu sterben und sich für das Volk zu opfern. Er hätte Jesus von diesem bösen Traum gerne abgehalten und gemeinsam mit ihm stattdessen andere Länder gesehen, Meere durchsegelt und Berge überquert. Er hätte gerne die römischen Feinde besiegt und zerschlagen, und sei es nur mit den Worten Jesu und ohne Gewalt. Aber dieser habe sich anders entschieden. Judas, der sich der Überlieferung nach das Leben genommen hat, kommt zu dem Schluss: „Ich bin für euch und eure Sünden gestorben, nicht jener.“ Nun sei er für immer verflucht und sein Name sei geächtet. Atemlose Stille trat ein, als Judas kurz vor Schluss ins Publikum fragt: „Wer will meinen Namen? Und wer gibt mir seinen?“

Kirchenkreis-Reihe zur Passionszeit

In der Reihe „Was bleibt?“, die der Evangelische Kirchenkreis Altenkirchen in dieser Passionszeit durchführt, war dies ein erster Höhepunkt. Pfarrer Marcus Tesch äußerte abschließend den Wunsch, es solle dies nicht das letzte Mal gewesen sein, dass Bruno Lehan seine Kunst in Wissen darbot.

Autor:

Redaktion Kultur

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