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Künstler Gerhard Gröner fertigt ins Auge fallende Stahl-Skulptur
Stabiles Kreuz warnt vor Krieg und Hass

Dominik Weitershagen (Geschäftsführer Kulturwerk Wissen), Felix Fehling, Bürgermeister Berno Neuhoff, Dr. Andreas Brucherseifer-Escher und Ehepaar Gerhard und Heidi Gröner (v. l.) stellten die Skulptur vor.
  • Dominik Weitershagen (Geschäftsführer Kulturwerk Wissen), Felix Fehling, Bürgermeister Berno Neuhoff, Dr. Andreas Brucherseifer-Escher und Ehepaar Gerhard und Heidi Gröner (v. l.) stellten die Skulptur vor.
  • Foto: Gaby Wertebach
  • hochgeladen von Redaktion Kultur

gum Wissen. Seit Mittwoch kann die Stadt Wissen ein weiteres Kunstwerk im öffentlichen Raum ihr Eigen nennen. „Niemals wieder“: Das ist der Name einer mitten in der Stadt Wissen aufgestellten Plastik aus Cortenstahl. Gerhard Gröner hat sie geschaffen. Er will mit dieser Arbeit, die formal angelehnt ist an ein Andreaskreuz, ein Erinnerungszeichen setzen für die im Zweiten Weltkrieg an dieser Stelle massiv zerstörte  Stadt. An dem belebten Platz neben dem Parkdeck am Buschkamp solle sie wahrgenommen werden als eigenständiges Mahnmal gegen die Schrecken des Krieges, aber auch gegen die wieder auflodernde Radikalisierung, die Bundespräsident Walter Steinmeier kürzlich in  einer Rede thematisierte und in der er aufrief zum gesellschaftlichen Widerstand gegen Hass und Hetze.

gum Wissen. Seit Mittwoch kann die Stadt Wissen ein weiteres Kunstwerk im öffentlichen Raum ihr Eigen nennen. „Niemals wieder“: Das ist der Name einer mitten in der Stadt Wissen aufgestellten Plastik aus Cortenstahl. Gerhard Gröner hat sie geschaffen. Er will mit dieser Arbeit, die formal angelehnt ist an ein Andreaskreuz, ein Erinnerungszeichen setzen für die im Zweiten Weltkrieg an dieser Stelle massiv zerstörte  Stadt. An dem belebten Platz neben dem Parkdeck am Buschkamp solle sie wahrgenommen werden als eigenständiges Mahnmal gegen die Schrecken des Krieges, aber auch gegen die wieder auflodernde Radikalisierung, die Bundespräsident Walter Steinmeier kürzlich in  einer Rede thematisierte und in der er aufrief zum gesellschaftlichen Widerstand gegen Hass und Hetze.

"Niemals wieder" soll zum Nachdenken anregen

„Die Aufgabe eines Denkmals ist es, dass die Leute stehenbleiben, innehalten und nachdenken“,

sagte der Bürgermeister der Stadt Wissen und zugleich Vorsitzender des Fördervereins, Berno Neuhoff, bei der Einweihung der Plastik. Die Patenschaft für das Projekt und die Finanzierung erfolgt größtenteils über Spender und heimische Firmen. Neuhoff begrüßte zur Enthüllung der Skulptur zahlreiche Gäste. Darunter waren der Vorstand des Fördervereins, der sich intensiv um die Spendenakquise kümmerte, der Geschäftsführer des Kulturwerks, Dominik Weitershagen, als Organisator einer Fundraising-Kampagne auf Betterplace, Felix Fehling (Firma Michael Fehling), der das Werk installiert hat, sowie die Beigeordneten und Fraktionsvorsitzenden des Stadtrats.

Förderverein Kulturwerk  hilft bei Finanzierung

„Sie fallen auf“, meinte der stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins Kulturwerk Wissen, "Blechen Sie mit", Dr. Andreas Brucherseifer-Escher, an den Künstler gewandt. Als  Gröner die Skulptur bei einer Sitzung des Fördervereins vorgestellt habe, habe er sofort gedacht: „Die ist super für unsere Stadt.“ Alle Mitglieder hätten das Projekt gern unterstützt. Ohne diese Spendenaktion wäre die Stadt nicht in der Lage gewesen, dieses kulturelle Vorhaben zu finanzieren, so Neuhoff.
Gerhard Gröner und Gattin Heidi haben Wissen vor einigen Jahren als ihre neue Heimat ausgewählt. Die Stadt sei unheimlich interessant, die schöne Flusslandschaft mit der guten Luft, die vielen Wanderwege – „hier gibt es einfach alles“, schwärmte der Künstler. Für ihn sei Wissen gefühlt die Kulturhauptstadt der Region.

Gerhard Gröner erläutert sein Werk

Nach der Enthüllung des 1,60 Meter hohen Kunstwerkes erläuterte Gröner die drei Kernpunkte, die zu der Entstehung geführt hätten. Eines der Basisthemen sei die Inschrift an der Stirnseite der Skulptur:

„Wer die Zukunft gestalten will, muss Fehler der Vergangenheit vermeiden.“

Zweitens sei es an der Zeit, dass die Kunst sich zu politischen Themen, zu unserer freiheitlichen Demokratie äußere und Farbe bekenne. Als dritten Kernpunkt nannte er:

„Wer schweigt, der macht sich schuldig.“

Die Aussagen auf dem Denkmal – „Nie wieder Hass, nie wieder Gewalt, nie wieder Ausgrenzungen, nie wieder Schweigen, nie wieder Ignoranz, nie wieder Anfeindungen, nie wieder Niedertracht“ – bezeichneten die Dinge, durch welche in den letzten Jahrhunderten Kriege entstanden seien. Die Grundform der Skulptur solle auffallen und eine politische Aussage sein, weshalb er das Andreaskreuz, das auch im Wissener Wappen enthalten ist, gewählt und damit genau das erreicht habe was er sich vorstellte: keine banale Figur, sondern ein Kreuz, das stabil und sichtbar sei und kernig nach außen wirke.

Autor:

Gaby Wertebach (Freie Mitarbeiterin) aus Betzdorf

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