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Vierte Nominierung als Bundestagskandidat der CDU
94 Prozent für Erwin Rüddel

Erwin Rüddel ist in Wissen von der CDU erneut als Bundestagskandidat für den Wahlkreis Neuwied nominiert worden.  Foto: thor
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  • Erwin Rüddel ist in Wissen von der CDU erneut als Bundestagskandidat für den Wahlkreis Neuwied nominiert worden. Foto: thor
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thor Wissen. Leidenschaftlicher Kämpfer für die Heimat, engagierter Netzwerker in Berlin und scharfer Kritiker der politischen Gegner – in dieser Rolle hat sich am Freitag Abend Erwin Rüddel im Wissener Kulturwerk erneut für ein Ticket in den Deutschen Bundestag beworben. Und die Vertreter der CDU-Kreisverbände Altenkirchen und Neuwied sorgten dafür, dass er sich schon mal an den Bahnhof stellen kann: 94 von 100 Delegierten stimmten für Rüddel, der im nächsten Jahr seine vierte Legislaturperiode als Bundestagsabgeordneter anstrebt.

Seit 2009 gehört der inzwischen 64-Jährige dem Parlament an. Bislang ist es ihm immer gelungen, den Wahlkreis direkt zu gewinnen.

thor Wissen. Leidenschaftlicher Kämpfer für die Heimat, engagierter Netzwerker in Berlin und scharfer Kritiker der politischen Gegner – in dieser Rolle hat sich am Freitag Abend Erwin Rüddel im Wissener Kulturwerk erneut für ein Ticket in den Deutschen Bundestag beworben. Und die Vertreter der CDU-Kreisverbände Altenkirchen und Neuwied sorgten dafür, dass er sich schon mal an den Bahnhof stellen kann: 94 von 100 Delegierten stimmten für Rüddel, der im nächsten Jahr seine vierte Legislaturperiode als Bundestagsabgeordneter anstrebt.

Seit 2009 gehört der inzwischen 64-Jährige dem Parlament an. Bislang ist es ihm immer gelungen, den Wahlkreis direkt zu gewinnen. Das Votum sei eine gute Basis, um das noch einmal zu wiederholen, sagte Rüddel nach den ersten Glückwünschen der Parteifreunde. Die sechs Gegenstimmen nahm er sportlich: Es sei normal, dass man auch mal jemand auf die Füße trete. Rüddel, der in nicht wenigen CDU-Ortsverbänden auch das Synonym eines „Hans Dampf“ oder „Rudi Rastlos“ hat, läuft angesichts seines Eifers in der Tat gelegentlich Gefahr, den einen oder anderen abzuhängen. „Wir denken manchmal, Du hast einen Doppelgänger“, witzelte Kreisvorsitzender Michael Wäschenbach, der die Versammlung unter Corona-Bedingungen leitete.

Rüddel selbst ging zunächst auf die Leistungen der Bundesregierung bei der Pandemie-Bekämpfung ein, bevor er den Wahlkämpfer von der Leine ließ. So warb er für einen Klimaschutz und eine Agrarwende mit Augenmaß: „Es hilft dem Klima jedenfalls nicht, wenn wir die Werkstore schließen und die Menschen in die Arbeitslosigkeit entlassen, während in China und Indien fröhlich immer neue Kohlekraftwerke gebaut werden.“

Und man sollte nicht glauben, dass auch Rüddel der GroKo angehört, so hart ging er mit der SPD und allen Linken ins Gericht. Der Christdemokrat erinnerte an das alte Franz-Josef-Strauß-Motto „Freiheit oder Sozialismus“. Genau an dieser Wegegabelung stehe man bei der nächsten Wahl. Ja, es drohe gar ein Kulturkampf, vielfach gescheiterte Rezepte aus der sozialistischen Motto würden wieder hervorgeholt. Kräfte seien am Werk, die eine „andere Republik“ wollten. Der Staat solle dabei alles richten. Rüddels Forderung unter dem Applaus der Basis: „Aus unserer sozialen Marktwirtschaft darf keine Staatswirtschaft werden.“ Daher müsse die Union so stark wie möglich aus der Wahl hervorgehen, denn nur dann werde der Staat den Spielraum gewinnen, ohne neue Schulden und Steuererhöhungen auszukommen.

Natürlich darf auch in keiner Rede des Christdemokraten die massive Kritik an der Landesregierung fehlen. Die habe Menschen und Unternehmen in der Pandemie im Stich gelassen, von ihm akquirierte Gelder für den Straßenbau seien in Mainz nicht in Anspruch genommen worden. Dass der Windhagener wenig Probleme damit hat, dass Weihrauchfass über dem eigenen Kopf kreisen zu lassen, dürfte inzwischen bekannt sein, gehört aber mittlerweile fast überall zum politischen Tagesgeschäft.

Rüddels Ausblick galt der fortschreitenden Digitalisierung: „Schnelles Internet muss bei uns ein Grundrecht sein – genau wie der Anspruch auf einen Kita-Platz.“ Für ihn seien in den nächsten Jahren gute Verkehrsanbindungen, eine Optimierung der Mobilfunkversorgung, schnelles Internet und der Ausbau des 5G-Netzes die großen Themen, nicht zu vergessen eine gute und flächendeckende Gesundheitsversorgung. „Sie können mir glauben, dass die positive Entwicklung unserer Region das zentrale Anliegen meiner politischen Arbeit ist.“ Er sei hochmotiviert und voller Tatendrang, sich auch in den nächsten Jahren von Berlin aus für den Wahlkreis einzusetzen. Sein Wahlkampfslogan für die Mission: „Mit Mut, Erfahrung und Kompetenz.“

Autor:

Thorsten Stahl (Redakteur) aus Betzdorf

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