Der Mordfall von Wissen beschäftigt nun das Gericht

Staatsanwalt wirft 32-Jährigem das Verbrechen vor

sz Wissen. Der Mord an dem 52-jährigen Helmut Willi Klimmeck sorgte im Frühjahr vergangenen Jahres für großes Aufsehen im Kreis Altenkirchen. Am 29. April war der Mann tot in seiner Wohnung in Wissen gefunden worden. Die Spuren deuteten direkt auf ein Verbrechen hin. Wenig später wurde der 32-jähriger Marokkaner Mustafa M. unter dringendem Tatverdacht von der Polizei festgenommen. Dieser muss sich nun ab dem 28. Januar vor der 3. Strafkammer des Koblenzer Landgerichts verantworten.

Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft hat sich am Abend des 27. April folgendes abgespielt: Der Angeklagte begab sich in die Wohnung von Klimmeck, weil dieser ihm für homosexuelle Handlungen 100 Euro angeboten hatte. Nach ersten Annäherungen im Wohnzimmer sei das spätere Opfer aber immer zudringlicher geworden. So sei es zu einer handfesten Auseinandersetzung gekommen, in deren Verlauf Mustafa M. dem 52-Jährigen eine halb volle Bierflasche mit voller Wucht auf den Kopf geschlagen habe, der daraufhin wehrlos zu Boden gegangen sei.

Laut Anklageschrift hat der Beschuldigte anschließend das Portemonnaie des Opfers geraubt. Darin befand sich auch die EC-Karte. Um an die Geheimzahl zu kommen, habe er Klimmeck nicht nur mit einem Küchenmesser (Klingenlänge: etwa 20 cm) bedroht, sondern ihm auch eine Vielzahl von Stich- und Schnittverletzungen zugefügt. Dennoch habe der 52-Jährige die Geheimzahl nicht preisgegeben.

Tödliche Lungenverletzung

Um seine Straftaten zu vertuschen, habe sich Mustafa M. anschließend zu dem Mord entschlossen, meint die Staatsanwaltschaft. Er habe zweimal in den Oberkörper von Klimmeck gestochen, wodurch dessen Lunge schwer verletzt worden sei. An diesen Wunden sei das Opfer wenig später in Folge innerer Blutungen gestorben.

Nach der Tat soll der Marokkaner zu einer Bank in Wissen gegangen sein und – vergeblich – versucht haben, mit der EC-Karte des 52-Jährigen Geld abzuheben. Für den Prozess vor dem Koblenzer Landgericht sind insgesamt sieben Verhandlungstage angesetzt worden.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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