Duschgel im Tuppertopf

Ruth Brucherseifer (l.) dankte Karin Berkenkopf für den herrlichen Abend; die Kunstfigur Frieda Braun kam in Wissen supergut an. Foto: wpd
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wpd Wissen. Die Sauerländerin Karin Berkenkopf, besser bekannt als Frieda Braun, kam ins Kulturwerk Wissen geeilt, mit Kittelschürze und Lockenwicklern, und schon nach wenigen Sätzen hatte sie das Publikum erobert. Auf Einladung der Landfrauen Wissen/Mittelhof und der Volkshochschule Wissen waren rund 250 Gäste gekommen, nicht nur Frauen. Frieda Braun, bissig und doch liebenswert, ein wenig frivol, aber trotzdem mit Niveau, die Frau aus dem Sauerland, sorgte für eine prächtige Unterhaltung, die den Wäller Frauen bestens gefiel.

„Sammelfieber“, so das Programm der Kabarettistin, führte nicht nur zu neuen Einsichten, wie man die Wissener Kreisverkehre meistert und einen Rückstau bis nach Betzdorf verursachen kann, Friede Braun sammelte auch mit einer kfd-Splittergruppe Spenden für einen Basar. Im Programm gab es herrliche Tipps, so lernte man von „Kollekten-Agga“, wie man die Flüssigseifen und Duschgels in den Hotels in Tuppertöpfe füllt, um sie später abgefüllt und dekoriert im Basar verkaufen zu können.

Auf der Tour durchs Land gab es für das Publikum viel zu lachen, vor allem, als es um die Bewertung von Monumenten und Plastiken ging. Auf der Prioritätenliste standen Männer mit Kleidung, Monumente mit Obst am Körper kamen auf Platz zwei, und die nackten Kerle, so wie Herkules, wurden genauestens unter die Lupe genommen.

Wie man Männer zum Spenden programmiert, zeigte Frieda Braun im Publikum – mit viel Temperament und zum Spaß des weiblichen Publikums. Frieda ließ das Publikum teilhaben an ihren Ansichten und Einsichten, so räsonierte sie über Erwin, ihren Gatten, die AH-Mannschaft mit Fuselzonen an den Trainingsanzügen, über Ökoeier und Ökostrom.

Mimik, Sprache und Bewegung der Karin Berkenkopf geben Frieda Braun den Charme, der dem Publikum gefällt; in Wissen waren die Leute restlos begeistert. „Wollt ihr noch was hören, was kurzes Peinliches, oder was langes Pikantes?“, fragte sie nach dem Schlussapplaus. Logisch – das Publikum wollte beides und bekam es. Und so erfuhr man, dass „es Fine“ sich als lebendiges Büfett garniert ihrem Gatten dargeboten hat – aus deutschen Landen frisch auf den Tisch. Auch die Auswirkungen von Federweißer bei Erwin brachte sie herrlich komödiantisch zu Gehör.

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