Friedhof Birken hat ein neues Gesicht

Neugestaltung abgeschlossen / 132000 Euro investiert / Jetzt Schelderhütte auf der Agenda

damo Birken. »Friedhöfe sind für die Bevölkerung ein hochsensibles Thema«, sagt Maik Köhler – und diese Erfahrung hat der Mudersbacher Ortsbürgermeister schon vor seinem Amtsantritt gemacht: »Als ich vor der Wahl von Tür zu Tür gegangen bin, bin ich fast in jedem Haus in Birken auf den schlechten Zustand des Friedhofs angesprochen worden.« Und das mit Recht, wie auch die Beigeordneten Brigitte Utsch und Bernhard Steiner einräumen: »Der Friedhof war eine Katastrophe.«

Das hat sich in den vergangenen Monaten geändert – seit September 2005 waren Baumaschinen auf dem Friedhof im Einsatz, und mittlerweile kann sich der Gottesacker wieder sehen lassen. Die Neugestaltung ist abgeschlossen; gestern stellten Köhler, die beiden Beigeordneten und die »Doppelspitze« des Kirchener Bauamts, Joachim Neuhof und Stefan Strunk, die vollendete Baumaßnahme bei einem Pressetermin vor.

Schon im Oktober 2004 begannen die Planungen für die Umgestaltung des Friedhofs aktuell zu werden, rief Maik Köhler ins Gedächtnis: Bei einer Einwohnerversammlung wurde ein erstes Konzept vorgestellt, Anregungen und Ideen der Bürger wurden gesammelt und in die Planung integriert. Landesmittel wurden beantragt und bewilligt, und als aus Mainz dann grünes Licht für einen vorzeitigen Baubeginn kam, konnten die Arbeiten aufgenommen werden. Die Insolvenz der am Bau beteiligten Firma IBS kostete zwar Zeit, aber dennoch konnten die Arbeiten in diesem Frühsommer weitgehend abgeschlossen werden, berichtete Köhler. Lediglich eine Stützgeländer am oberen Tor fehlt noch – außerdem wollen einige Birkener Bürger in den kommenden Tagen in Eigenleistung den Glockenturm streichen.

132000 Euro wurden in die Sanierung des Friedhofs gesteckt, rund 40 Prozent steuerte das Land bei. Für diese Summe wurden vor allem neue Asphaltwege gebaut, gepflasterte Bereiche angelegt, Natursteinmauern errichtet und Treppenanlagen in den Friedhof integriert. Damit habe die Gemeinde den Bedürfnissen älterer Friedhofsbesucher Rechnung getragen, erklärte Köhler: Vorher fehlten die Treppen, und die Wege seien in einem derart schlechten Zustand gewesen, dass ein Friedhofsbesuch für ältere oder gehbehinderte Menschen immer ein Wagnis dargestellt habe. Zudem wurden neue Lampen auf dem Friedhof aufgestellt. Im Zuge der Umbaumaßnahmen sind außerdem neue Grabfelder entstanden: Im unteren Bereich, wo früher lediglich eine steile Böschung war, sind jetzt Terrassen angelegt worden, die Platz für Doppelgräber bieten. Außerdem wurden einige Fichten gefällt – so wurde eine lichte Fläche für Wiesengräber geschaffen, informierte Stefan Strunk.

»Wir sind froh, dass der Friedhof wieder in einem guten Zustand ist«, meinte Maik Köhler abschließend: »Friedhöfe sind ja nicht nur Begräbnisstätten, sondern auch Orte der Begegnung – und diesem Anspruch wird der Friedhof jetzt wieder gerecht.« Damit sind aber die Arbeiten der Ortsgemeinde an ihren Friedhöfen noch nicht abgeschlossen. Als nächstes soll der Friedhof in Niederschelderhütte umgestaltet werden, berichtete Köhler: »Das wollen wir in den nächsten Jahren umsetzen.«

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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