„Glück auf!“

Das Ensemble „Lufttanz“ aus Berlin ließ die Besucher der Eröffnung im Heute, bei der kulturellen Nutzung der alten Halle, ankommen.  Foto: zel
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zel Wissen. Von Gruben und Hütten über das Walzwerk bis hin zum kulturWERKwissen – davon erzählte die aufwendige Produktion „Metalla“, mit der nach der offiziellen Eröffnung das ehemalige Walzwerk seiner Bestimmung, nämlich ein Ort der Kultur zu sein, übergeben wurde. Über 300 Mitwirkende trugen dazu bei, dass das Publikum die Geschichte dieses Orts in Bild und Ton, mit Musik und Gesang, Tanz und Akrobatik erzählt bekam.

Da war zunächst der Gesang der Bergmänner: Ein Projektchor mit Sängern aus Steckenstein, Katzwinkel und Alsdorf sang „Es gräbt der Bergmann“ und „Schwarze Kittel scharenweis“. Ihr „Glück auf“ gelang mächtig und ergreifend – ebenso das „Glück auf, der Steiger kommt“, für das sich noch der Wissener MGV und der Silcherchor zu den Sängern gesellten und das die Bergmannskapelle Katzwinkel und der Musikverein Brunken gemeinsam mit der Stadt- und Feuerwehrkapelle Wissen in schmucken Bergmannsuniformen begleiteten. Das Publikum sang die erste Strophe gerne mit, ebenso beim Westerwald-Lied. Alte Filmsequenzen erzählten von der Eisenregion Siegerland und von der Feinblechverarbeitung im Wissener Walzwerk (1954), begleitet durch Drummer von der Musikschule Altenkirchen, die auf dem Kran über der Bühne – einmal sogar mit Feuerschlegeln – die eingespielten Videos modern interpretierten.

Die Chöre aus Köttingerhöhe und Birken-Honigsessen stellten sich je mit einem Lied vor und gaben gemeinsam den Sängergruß des Sängerbundes Rheinland-Pfalz, bevor in der Dramaturgie der Abriss des Kaltwalzwerks (inzwischen Hoesch) 1994 thematisiert wurde. Die Tanzgarde der Karnevalsgesellschaft Wissen trug ernste Mienen und einen Vampir-Tanz vor, bevor es filmisch zur „Letzten Schicht“ 1995 ging. Während einer Pause konnten sich die Besucher im Hof an den feurigen Kunstwerken des Freusburger Künstlers Hansjörg Beck und des Bitzeners Karl-Dieter Horn wärmen und sich mit Speis und Trank auf den Aufbruch ins Jahr 2009 freuen.

Dieser begann mit dem Musikstück „Metalla“, 1999 vom Kreismusikverband Altenkirchen für sein Jugendorchester bei dem belgischen Komponisten Jan Van Der Roost in Auftrag gegeben und dem inzwischen verstorbenen Vorsitzenden Ottomar Jung gewidmet. Die Stadt- und Feuerwehrkapelle Wissen unter ihrem Dirigenten erzählte nun symphonisch von der heimischen Eisenregion und von der dahinfließenden Sieg – ganz groß!

Ganz groß auch der Auftritt des Kölner Tenors Max An, der bereits vor der offiziellen Eröffnung mit den Wissener Musikern ein Konzert im kulturWERK gegeben hatte. Der Förderverein hat den erneuten Auftritt Max Ans in Wissen, seine Arie „Nessun dorma“ und das fröhliche „Funiculi, Funicula“ ermöglicht. „Der Aufbruch“ erzählte filmisch von den ersten kulturellen Unternehmungen im ehemaligen Walzwerk 2002. Das vierköpfige Ensemble „Lufttanz“ aus Berlin verzauberte die Besucher zu später Stunde schließlich mit Stelzenläufern, Seiltanz und Akrobatik an Metallketten. Das kulturWERK ist im Heute angekommen.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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