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Testlauf am 28. Dezember
Impfzentrum in Wissen ist einsatzbereit

Das Impfzentrum wurde in den Räumen der Verwaltung im Obergeschoss der Westerwald Bank eingerichtet.
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nb Wissen. Den Piks wird es unter dem Kuppeldach geben: Das zentrale Corona-Impfzentrum für den Kreis Altenkirchen in Wissen ist einsatzbereit – jetzt fehlt nur noch der endgültige Startschuss.
Landrat Dr. Peter Enders und Impfzentrumskoordinator Peter Deipenbrock stellten am Dienstagmorgen die Räume und das Prozedere vor. In Wissen ist man bestmöglich vorbereitet, aber klar ist auch: Alle Beteiligten stehen vor einer Mammutaufgabe, wie es sie bis dato noch nicht gegeben hat. Vieles, so machten Enders und Deipenbrock klar, werde sich deshalb auch erst im Betrieb des Zentrums zeigen und einspielen. „Ich war mir sicher, dass wir das logistisch hinkriegen, ich kann Vollzug melden“, so der Landrat.

nb Wissen. Den Piks wird es unter dem Kuppeldach geben: Das zentrale Corona-Impfzentrum für den Kreis Altenkirchen in Wissen ist einsatzbereit – jetzt fehlt nur noch der endgültige Startschuss.
Landrat Dr. Peter Enders und Impfzentrumskoordinator Peter Deipenbrock stellten am Dienstagmorgen die Räume und das Prozedere vor. In Wissen ist man bestmöglich vorbereitet, aber klar ist auch: Alle Beteiligten stehen vor einer Mammutaufgabe, wie es sie bis dato noch nicht gegeben hat. Vieles, so machten Enders und Deipenbrock klar, werde sich deshalb auch erst im Betrieb des Zentrums zeigen und einspielen. „Ich war mir sicher, dass wir das logistisch hinkriegen, ich kann Vollzug melden“, so der Landrat.

Viele Parkplätze

Vor rund drei Wochen war bekannt geworden, dass die Standortentscheidung auf Wissen und dort auf die Räume der Verwaltung im Obergeschoss der Westerwald Bank gefallen ist. Noch zur Diskussion gestanden hatten das ehemalige Katasteramt sowie das Kulturwerk. Doch schnell war klar: Das Impfzentrum wird im Gebäude gleich gegenüber des Rathauses seinen Platz finden. Ausreichend Parkmöglichkeiten, moderne Räumlichkeiten und die dort recht einfach umzusetzende Möglichkeit für das nötige „Einbahnstraßensystem“ gaben unter anderem den Ausschlag.

Land zahlt die Miete

Eigentümerin des Gebäudes ist die Westerwald Bank, Mieterin die Verbandsgemeinde Wissen, die die Räume zur Verfügung stellt. Entsprechend waren Dr. Ralf Kölbach, Vorstandsmitglied des Kreditinstituts, und Bürgermeister Berno Neuhoff beim Pressetermin mit dabei. Der Umbau der Räume und die Miete für das Impfzentrum werden vom Land gezahlt
Dem Landrat, selbst Mediziner, war bei der Vorstellung anzumerken, dass er schon „mit den Hufen scharrt“, kommt der Impfstoff aus Deutschland doch beispielsweise bereits in den USA, Kanada, England und Israel und zum Einsatz, derweil in Europa noch geprüft werde.
Wann der erste Impfling in Wissen die Spritze bekommen wird, ist deshalb nicht genau zu sagen. „Um den Jahreswechsel“, so hofft Enders.
Zudem ist der Vorgang der Impfung eingebettet in ein Melde- und Benachrichtigungssystem, das nicht in Händen des Kreises, sondern des Landes liegt.

Bürger müssen sich melden

Vermutlich über die Medien, so vermutet der Landrat, werde es große Informationskampagnen darüber geben, wann welche Bevölkerungsgruppen geimpft werden. Die „Bringschuld“ liege dann ein gutes Stück weit bei den Menschen selbst: Diese müssen sich nämlich bei einer zentralen Stelle, die noch bekanntgegeben wird, melden. Dann erfolgt die Terminvergabe. Einfach so ins Impfzentrum kommen – das funktioniert nicht.
Übrigens: Stundenlange Impfpass-Suchaktionen sind nicht nötig, für die Impfungen gegen das Coronavirus wird es eine eigene Dokumentation geben.

Aufklärung und Beratung

Hat eine Person ihren Impftermin bekommen, geht das Ganze in Wissen so vor sich:
Der Eingang zum Impfzentrum befindet sich im Erdgeschoss an der Rückseite des Gebäudes. Direkt dahinter ist die Anmeldung/Registrierung, von der aus es über das Treppenhaus oder barrierefrei mit dem Aufzug in die Räume der Verwaltung geht.
Im „Europasaal“ findet eine allgemeine Aufklärung, unter anderem per Film, statt. In kleineren Nebenräumen besteht zudem die Möglichkeit zur Beratung in kleineren Gruppen, bis hin zur Individualberatung unter vier Augen mit einem Arzt.

Zwei Impfstraßen

Die Impfdosen werden tiefgekühlt angeliefert und in einem großen Kühlschrank – einem der wichtigsten Ausstattungsstücke – aufbewahrt. Für die Verabreichung muss der Impfstoff täglich von pharmazeutischem Fachpersonal aufbereitet werden. Schon mal im Voraus 500 Spritzen aufziehen, das geht also nicht.
Ist ein Impfling an der Reihe, geht es durch eine der beiden im Kuppelsaal eingerichteten Impfstraßen. Man legt sich auf eine Liege, wie man sie aus Praxen kennt, die Spritze in den Oberarm setzt medizinisches Fachpersonal.
Wer dies möchte, kann sich danach noch 15 Minuten unter Beobachtung in einem Raum (sonst das Trauzimmer) aufhalten, der sich an die Impfstraße anschließt. Von dort geht es über die Außentreppe – bzw. für gehbehinderte Personen per Aufzug – wieder nach unten.

Testlauf am 28. Dezember

Gestartet werden soll zunächst mit einer Impfstraße und im Einschichtbetrieb, schließlich müsse das Ganze erst anlaufen. Möglich seien dann „bei Volllast“ mit beiden Impfstraßen bis zu zehn Impfungen im Viertelstundentakt. Am 28. Dezember wird es einen Testlauf geben – nur ohne „echte“ Spritze. Wenn es dann richtig losgeht, sind zunächst die priorisierten Gruppen an der Reihe, erläuterte Enders. Ohnehin schätzt er, dass viele junge und gesunde Menschen in einigen Monaten gar nicht das Zentrum durchlaufen müssen, sondern die Impfungen dann bei ihrem Hausarzt bekommen.
Die Anwesenden, darunter auch Gesundheitsamtschef Uwe Fuchs und Stefan Deipenbrock, stellvertretender Impfzentrumkoordinator, zeigten sich jedenfalls zufrieden mit den Räumen und auch die Mannschaft, neben dem genannten Fachpersonal und den Ärzten gehören Bürokräfte, Security und Reinigungspersonal dazu, steht in den Startlöchern.
Bürgermeister Berno Neuhoff richtete abschließend noch einen eindringlichen Appell, bedingt auch durch persönliche Erfahrungen der vergangenen Wochen, an die Bevölkerung: „Gehen Sie zur Impfung.“

Das Impfzentrum wurde in den Räumen der Verwaltung im Obergeschoss der Westerwald Bank eingerichtet.
Peter Deipenbrock zeigt beim Rundgang den „berühmten Kühlschrank“, in dem die Impfdosen transportiert
werden. Sicher eines der wichtigsten Geräte im Impfzentrum für den Kreis Altenkirchen.
Autor:

Nadine Buderath (Redakteurin) aus Betzdorf

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