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SZ macht den Test
Impfzentrum Wissen: Registrierung läuft erstaunlich reibungslos

Die SZ Macht den Test: So läuft die Terminvergabe für das Corona-Impfzentrum in Wissen-
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dach Kreis Altenkirchen. Der erste Versuch war gescheitert. Gleich zum Monatsanfang hatte ich versucht, meine Mutter, 79 Jahre alt, für einen Termin im Wissener Impfzentrum zu registrieren. Ich durchlief den gesamten Fragenkatalog, doch am Ende: der Pandemie-Zonk. Ich war zu voreilig gewesen.
Der Grund: Ich hatte in irgendeiner Mitteilung oder in einer Pressekonferenz aufgeschnappt, dass an diesem Tag die Terminvergabe für die Priosierungsgruppe II beginnt. Nach dem Der-frühe-Vogel-fängt-den-Wurm-Prinzip besuchte ich flugs die Seite www.impftermin.rlp.de und begann mit den Formalitäten. Dabei hatte ich aber übersehen, dass zunächst ausgesuchte Berufsgruppen gewissermaßen Vorfahrt hatten, etwa Polizisten, Lehrer oder Beschäftigte im Gesundheitswesen.

dach Kreis Altenkirchen. Der erste Versuch war gescheitert. Gleich zum Monatsanfang hatte ich versucht, meine Mutter, 79 Jahre alt, für einen Termin im Wissener Impfzentrum zu registrieren. Ich durchlief den gesamten Fragenkatalog, doch am Ende: der Pandemie-Zonk. Ich war zu voreilig gewesen.
Der Grund: Ich hatte in irgendeiner Mitteilung oder in einer Pressekonferenz aufgeschnappt, dass an diesem Tag die Terminvergabe für die Priosierungsgruppe II beginnt. Nach dem Der-frühe-Vogel-fängt-den-Wurm-Prinzip besuchte ich flugs die Seite www.impftermin.rlp.de und begann mit den Formalitäten. Dabei hatte ich aber übersehen, dass zunächst ausgesuchte Berufsgruppen gewissermaßen Vorfahrt hatten, etwa Polizisten, Lehrer oder Beschäftigte im Gesundheitswesen.
Nun aber doch: Am Mittwoch fiel der Startschuss für alle 70- bis 79-Jährigen. Per Post kam am selben Tag die gedruckte Bestätigung dieser Einschätzung. Also wieder nix wie hin, auf die Internetseite der Landesregierung.

Der Link kommt binnen Sekunden per E-Mail

Denn von der Telefon-Hotline hatte man bisher nicht nur Gutes gehört. Durchkommen sei das Problem, wurde immer wieder kolportiert, wenngleich die Gesundheitsministerin bereits frühzeitig darauf hingewiesen hatte, man habe hier personell aufgestockt. Also war für mich klar, dass es der Weg über das Online-Portal sein sollte.
Das Smartphone gezückt: Zunächst will man von mir bloß eine E-Mail-Adresse haben, inklusive Bestätigung. Außerdem muss ich drei Häkchen setzen: Es liegen keine Kontraindikationen vor; ich stimme der Datenschutzerklärung zu; ich bin kein Roboter (samt Code-Abfrage, für die ich allerdings zwei Anläufe benötige). Dann – gar nicht ungeschickt gemacht – ein erstes Erfolgserlebnis: Ich habe die erste Hürde unfallfrei genommen. Mir wird ein per E-Mail versendeter Link versprochen. Und der trudelt binnen Sekunden auch im Postfach ein.
Drauf geklickt, jetzt geht’s richtig los, und zwar mit den Angaben zur Person: Name, Geschlecht, Adresse, Telefonnummer, Geburtstdatum. Außerdem wird erfragt, in welchem Impfzentrum man sich pieksen lassen möchte. In diesem Fall ist es das des AK-Kreises in Wissen.

Abfrage ähnlich wie vor einer Narkose

Danach geht es in medias res, ein richtiger Fragebogen steht an. Zunächst will man von mir wissen, ob meine Mutter eine Behinderung hat, die mit Leistungen nach den SozialgesetzbüchernVII, IX oder XI in Zusammenhang stehen. Ob sie in einer Obdachlosenunterkunft oder einer Aufnahmeeinrichtung für Asylbewerber lebt, und in einer dritte Frage, ob der Lebensmittelpunkt in einer Pflegeeinrichtung liegt.
Nun tauchen die Kontraindikationen wieder auf. Besteht eine akute Infektionskrankheit? Schwanger? In den vergangenen zwei Wochen bereits anderweitig geimpft worden? Außerdem besteht hier die Möglichkeit zu einer Einzelfallentscheidung: falls weder Altersgruppe noch Berufstätigkeit oder die Vorerkrankungen zu den formalen Voraussetzungen passen, es aber trotzdem aus medizinischer Sicht notwendig wäre, sich bereits jetzt das Serum verabreichen zu lassen.
Es folgt eine Abfrage ähnlich wie vor einer Narkose. Besteht eine Lebererkrankung, sind die Atmungsorgane okay? Diabetes? Adipositas? Krebs? Psychiatrische Erkrankungen? etc. pp.
Ob man schon mal Covid-19 hatte, muss man ebenso angeben wie etwaige allergische Reaktionen auf eine andere Impfung. Die obligatorische Frage nach der Einnahme von Arzneimitteln, insbesondere Blutverdünnern, darf ebenso wenig fehlen.

Nur an einer Stelle hakt es bei der Registrierung

Das einzige Mal, dass es bei dieser Registrierung zu Ungereimtheiten kommt, ist bei der Abfrage zur Zugehörigkeit einer etwaigen Berufsgruppe. Denn diese Liste wird auf dem Smartphone zwar lang angezeigt, aber manche Zeilen sind abgeschnitten. Gehört man zum Personal einer Zahnarztpraxis? Das ist einwandfrei zu erkennen. Aber über „Personal im Dienstleistungsbereich,...“ beispielsweise kann man nur spekulieren. Ansonsten aber fluppt es, wie man so schön sagt. Auch wenn die pure Anzahl an Abfragen zunächst nicht gerade einladend wirkt.
Am Ende bekommt man die Wahl, ob es ein Termin am Vormittag oder am Nachmittag sein soll. Auch wenn es dafür keine Garantie gibt. Ein letztes Häkchen bei einer neuerlichen Einverständniserklärung in puncto Datenschutz, dann ist es geschafft. Auf dem Display erscheint: „Sie sind nun in unserem Terminierungssystem unter der Online-Vorgangsnummer FB336AF57994 erfasst.“ Sobald meine Mutter an der Reihe ist, wird ihr ein Impftermin zugewiesen, ist der abschließenden Information zu entnehmen. Und dann ist der schützende Nadelstich nur noch eine Autofahrt nach Wissen entfernt.

Die SZ Macht den Test: So läuft die Terminvergabe für das Corona-Impfzentrum in Wissen-
Nach einigen Minuten Tippen die ersehnte Nachricht: Der Impftermin kommt.
Autor:

Achim Dörner (Redakteur) aus Betzdorf

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