»Jetzt fehlt nur noch der i-Punkt«

Sonderschule in Wissen:

Erweiterungsbau wurde gestern eingeweiht/Suche nach einem Namen geht weiter

kafu Wissen. »Wir haben unseren Anbau jetzt, der Anbau ist sehr schön. Er wird ja heute eingeweiht, die Hauptsache, die fehlt...« – sangen die Schüler der Wissener Sonderschule G gestern bei der Einweihung ihres Erweiterungsbaus. Was, oder vielmehr: wer, diese Hauptsache ist, ließen sie die Gäste auch wissen: »...da muss doch jemand rein! Jetzt kommen neue Schüler«. Das bestätigte auch Schulleiter Wolfgang Barthels bei der Feierstunde und erläuterte, dass die Schule jetzt neben geistig behinderten auch körperlich benachteiligte Kinder aufnehmen kann.

Das Gebäude wurde um 957 qm erweitert, und so können statt bisher 63 nun 75 Schüler hier unterrichtet werden. Bislang sind 69 Plätze belegt. Durch den Bau sind sowohl neue Klassen als auch Fachräume und weitere Einrichtungen entstanden, in denen auch körperlich behinderte Schüler zurecht kommen. Auch die Buszufahrt wurde rollstuhlgerecht umgebaut.

Die Gesamtkosten des Baus betragen rund 1,7 Mill. Euro; das Land trug davon knapp 1 Mill. Euro. Die Erweiterung sei schulisch notwendig gewesen, sagte auch Landrat Dr. Alfred Beth in seinem Grußwort. Denn bisher wurden Schüler aus der Region immer bis nach Engers gebracht – eine Fahrt von mehreren Stunden jeden Tag.

Dass sich der Bau gelohnt hat, bestätigte auch Wolfgang Redwanz (Abteilungsleiter der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion): »Engers hat kein Plus an Förderungsmöglichkeiten; die neue Schule hier in Wissen ist optimal.« Die kleinen Bauarbeiter – einige Schüler hatten sich zur Feierstunde verkleidet – wollte Bürgermeister Michael Wagener dann auch gleich rekrutieren: Mit einem kleinen Augenzwinkern verkündete er, dass er noch Helfer für seine Baustelle am Bahnhof brauche, »damit das auch so gut gelingt«.

Unterstützung von den Schülern holte sich auch Pfarrer Reinhard Friedrichs, der das neue Gebäude einsegnete. Architekt Hans Georg Brass überreichte schließlich gleich zwei Schlüssel: Einen für die neue Türe und einen aus Kuchen, der bei den Kindern besonders gut ankam.

Nach dem Schlusswort von Konrektorin Andrea Lottritz-Roth und einigen fröhlichen Vorführungen der Kinder ging es nach draußen. Vor dem Neubau wurde gemeinsam ein »Schulbaum« gepflanzt; ein Symbol auch für das Wachsen und Weiterentwickeln der Schule, so die Konrektorin.

Nachdem nun die Erweiterung offiziell eingeweiht und übergeben ist, fehlt nur noch eins: »Finden Sie einen guten Namen für die Schule«, bat Dr. Beth den Schulleiter. Denn offiziell heißt diese seit einigen Jahren »Schule mit den Förderschwerpunkten ganzheitliche und motorische Entwicklung«.

Mit der doch recht schwerfälligen Bezeichnung ist wohl keiner so recht glücklich; auf einen neuen Namen konnten sich »Hausherr« Beth und Schulleitung bisher aber noch nicht einigen. »Aber die Suche geht weiter«, so Barthels. Schließlich sei ein wohlklingender Name, wie Beth es formulierte, jetzt noch »der i-Punkt«.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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