Kletteraktion im Hochseilgarten

16 junge kath. Christen bereiteten sich in der Waldschule auf die Firmung vor

sz Elkhausen. Feuer und Flamme – Zündstoff gefragt. Die Auseinandersetzung mit diesem Naturelement blieb nicht nur beschränkt auf das nächtliche Lagerfeuer mit Stockbrotbacken in freier Natur bei klarem Sternenhimmel, sondern es war das Thema des Wochenendes im Haus Marienberge in Elkhausen, an dem sich 16 junge Menschen aus der katholischen Pfarrgemeinde Alsdorf-Grünebach-Schutzbach auf ihre Firmung vorbereiten wollten.

Eingeladen hierzu hatten Pastor Gerhard Stenz und Gemeindereferentin Martina Hütter. Vielleicht war es kein Zufall, dass die Gruppe aus organisatorischen Gründen gebeten wurde, in die nahegelegene Waldschule umzuziehen.

Jedenfalls stellte sich recht bald heraus, dass in dieser naturgeprägten Umgebung von Wald, Wiesen, Feldern und einer urigen Holzhütte, umgeben von Freiwild, Ziegen, Esel und anderen Tieren schöpferische religiöse Erfahrungen gemacht werden konnten, wie an kaum einem anderen Ort. So war es denn auch kein Wunder, dass der Funke der Begeisterung sehr schnell von einem auf den anderen übersprang.

Wo der Geist Gottes wirkt

So waren die Kinder voll bei der Sache, als es darum ging, das Thema zu erarbeiten, vor allem bei praktischen Versuchen mit Streichhölzern, beim Gestalten von Feuerzungen aus Seidenmalerei, bei Meditation und Betrachtung von Feuer. Viele Ideen sammelten die Kinder, als es darum ging, ausfindig zu machen, wo und wie der Geist Gottes in unserer Welt wirkt und wie Funken der Begeisterung die Flamme des Glaubens zum Lodern bringen und Zündstoff liefern: »Zum Beispiel, wenn Menschen miteinander teilen; wenn einer hilft, wo ein anderer in Not ist; wenn sich jemand um Kranke und Alte kümmert; wenn Menschen sich für Frieden einsetzen inmitten von Krieg und Terror; wenn Menschen ihre Zeit schenken für solche, die einsam und traurig sind... - dann ist das wie Zündstoff des Geistes Gottes, der durch Menschen ein Licht entfacht im Dunkel des Lebens vieler Menschen.«

Kern der Persönlichkeit

Eine besondere Erfahrung machen konnten die Kinder bei erlebnispädagogischen Erlebnissen im nahegelegenen Wald. Hierin liegt die Chance, dass der Einzelne mit sich und/oder in der Gruppe intensive Erlebnisse erfährt, die den Kern seiner Persönlichkeit treffen und mit denen er sich zuerst handelnd und dann reflektierend auseinandersetzt.

Diese Fähigkeiten sind Grundvoraussetzung für die Möglichkeit, religiöse Erfahrungen im eigenen Leben wahrzunehmen und zu deuten. Diese Kletter- und Abseilaktionen und das Begehen eines Hochseilgartens waren ein »Highlight« besonderer Art.

Das gute Miteinander, das »Füreinander Sorge tragen« und das gegenseitige Ermutigen stärkte das Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl der Kinder und bewirkte eine harmonische Gruppenatmosphäre. Ein gemeinsamer Gottesdienst am Sonntagmorgen zusammen mit einem Gospelprojektchor in freier Natur rundeten das Wochenende ab und ließen Funken der Begeisterung spüren.

Nach vier Jahren Klassengemeinschaft

Erfahrungen der letzten Jahre haben in der Pfarrgemeinde Alsdorf-Daaden dazu geführt, dass das Alter der Firmbewerber herabgesetzt wurde. Der Zeitpunkt zum Ende des 4. Schuljahres erschien den Seelsorgern mit dem Team der Gemeindekatechese und dem Pfarrgemeinderat als sinnvoll, da diese Kinder nach vier Jahren Klassengemeinschaft an einem wichtigen Wendepunkt stehen, wo Entscheidungen über einen neuen Lebensabschnitt getroffen werden müssen. Hierzu soll ihnen durch das Sakrament der Firmung der Geist Gottes in besonderer Weise als Stärkung und Begleitung geschenkt und zugesagt werden.

So können sich diese Kinder auf den anstehenden Firmgottesdienst »Feuer und Flamme« am 25. Mai um 10 Uhr in Alsdorf, St.-Peter-und-Paul, freuen.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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