»kulturWERKwissen« zieht Bilanz

Schwelle von 200 Mitgliedern überschreiten/Auf den Spuren der Industriekultur

sz Wissen. Eine positive Bilanz seiner Arbeit zieht laut Pressemitteilung der Förderverein »kulturWERKwissen – blechen Sie mit !« nach seiner Gründung im Walzwerk im Mai dieses Jahres. Er wurde ins Leben gerufen, um die »Wissener Eigenart« zu fördern, insbesondere eine geeignete Halle im Walzwerk bespielbar zu machen. Die Schwelle von 200 Mitgliedern will der Verein bald überschreiten.

Die erste Mitgliederversammlung des Vereins nach seiner Gründung findet am 20. Februar in der Gaststätte Orthen in Wissen-Köttingen statt. In der jüngsten Vorstandssitzung unter Vorsitz von Michael Wagener informierte dieser über den Stand des Verkaufs der ehemaligen Hallen an die Firma Brucherseifer in Hamm. Weiter wurde über die Besuche vergleichbarer Industriehallen in der ehemaligen Ausbildungshalle der Zeche Amalie in Essen sowie des Westfälischen Industriemuseums in der früheren Henrichshütte in Hattingen und der Concordiahütte in Bendorf diskutiert.

In Essen betreibt der dortige Sportbund in einer Halle von 1750 Quadratmetern ein Fun- und Trendsportparadies. Die Halle ist Treffpunkt für die Jugend und für Schulungsveranstaltungen. Entstanden ist ein Zentrum für Inliner, Skater und Kletterer, aber auch für Kultur und Kongresse. Die Halle wurde mit einfachsten Mitteln umgebaut und von Krupp/Thyssen zunächst für zehn Jahre mietfrei überlassen, um die nötigen Umbauarbeiten finanziell abzusichern. Beeindruckt zeigten sich die Mitglieder, dass mit einfachsten Mitteln und viel persönlichem Engagement die alte Industriehalle umgebaut und mit Veranstaltungen gleich begonnen wurde. Möglich war dies dem Verein dank der Unterstützung von Stadt, Arbeitsamt und diversen Sponsoren. Ein Modell, das von der Finanzierung und seinem multifunktionalen Ansatz auch auf Wissen passen würde und weiter untersucht werden soll.

Eine Halle ganz anderer Art auf der »Route der Industriekultur« im Ruhrgebiet, so die offizielle Bezeichnung der verschiedenen Hallen und Zechen im ehemaligen »Pott«, bietet das Gelände der früheren Henrichshütte Hattingen. Hier befindet sich das Westfälische Industriemuseum. In der Bessemer-Halle wird mit enormer finanzieller Unterstützung des Landes NRW und des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe eine Halle umgebaut. Diese wird in einem Teil als Museum, in einem anderen für Veranstaltungen genutzt. Eingezogen wurde eine zusätzliche Ebene für Gastronomie und Seminare. Um die Überlegungen im kulturWERKwissen weiter voranzutreiben und möglichst in ein Konzept einmünden zu lassen, hat der Vorstand eine Projektgruppe mit externem Sachverstand errichtet, die die Überlegungen für eine Konzeption zusammen mit dem künftigen Eigentümer weiter vorantreiben soll. Ziel ist es, Möglichkeiten auszuloten und realistische Kosten zu ermitteln. Weiterhin sollen die Aktivitäten bei Kulturveranstaltungen der »Eigenart« in Sachen Sponsoring professionalisiert und ausgeweitet werden. Hierzu beschloss der Vorstand, eine Projektgruppe »Sponsoring" einzurichten. Weiterhin wird der Vorstand der Mitgliederversammlung am 20. Februar vorschlagen, die Satzung des Vereins zu verändern. So sind spezielle Mitgliedsbeiträge für Familien mit Kindern, Studenten und Schüler vorgesehen. Über die beabsichtigten Vergünstigungen für Mitglieder soll ebenfalls in der Mitgliederversammlung gesprochen werden. Dort will man auch einen genauen Überblick geben über die bisherigen Ergebnisse in Sachen »Halle« und noch zu führenden Gesprächen mit den künftigen Eigentümern.

Wer ist der Vorstand von »kulturWERKwissen« und was macht der AK Kultur der Zukunftsschmiede? Diese Frage wird häufig gestellt. Beides gehört zusammen. Der Verein soll für das Dach über dem Kopf der »Eigenart« sorgen. Der AK Kultur legt die inhaltlichen Schwerpunkte der »Wissener Eigenarten« fest. Vorsitzender des Vereins ist Bürgermeister Michael Wagener, seine Stellvertreter sind der AK-Leiter Kultur, Berno Neuhoff, und Gabriele Merz. Geschäftsführer ist Michael Stahl, Schriftführerin Angelika Theis und Schatzmeister Dr. Michael Kaufmann. Beisitzer sind Graf Nicolaus von Hatzfeldt, Dr. med. Josef Brendebach, Paul Nickel, Kerstin Breidenbach, Andreas Winters, Thorsten Höfer, Bernd Mockenhaupt und Ralf Schröter.

Der Arbeitskreis Kultur der Zukunftsschmiede mit seinen 20 Mitarbeitern plant und organisiert die Wissener Eigenart. Der Auftakt der Eigenart im Jahre 2003 ist am Dienstag, 28. Januar, mit dem Kabarettisten Jürgen Becker und seinem »Mysterium des rheinischen Kapitalismus« im Wissener Jugendheim.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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