Lob und Aufmunterung für BBS-Absolventen

118 neue Facharbeiter nahmen Abschlusszeugnisse entgegen/Wissen und Können ist gefragt

rai Wissen. »Das Kapital eines Staates ist die ausgebildete Jugend«, sagte Studiendirektor Reiner Nelke, stellv. Schulleiter der Berufsbildenden Schule (BBS) Betzdorf/Kirchen, zu 118 frisch gebackenen Facharbeitern, die nach der Lehre im gewerblich-technischen und kaufmännischen Bereich nun die begehrten Abschlusszeugnisse in Empfang nahmen. Damit hätten die erfolgreichen Absolventen einen Meilenstein im Berufsleben erreicht und neue Wertmaßstäbe für sich gesetzt. Diese »Wertebildung« der vergangenen Jahre habe die Jugendlichen zu »Fachleuten heranreifen lassen, die eine große Akzeptanz in der Wertewelt unserer Gesellschaft« genössen, meinte Nelke.

Dass an dieser Stelle der Lernprozess keinesfalls abgeschlossen, sondern »der Neubeginn eines anderen Lernens« erreicht sei, gab Studiendirektor Reiner Schneider, Leiter der kaufmännischen Abteilung der BBS Wissen, den Gesellen mit auf den Weg. Bei der Abschlussfeier, die diesmal in der BBS Wissen veranstaltet wurde, betonte Schneider, dass permanentes Weiter- und Fortbilden wichtig sei, um die Zukunft zu meistern. Es sei auch wichtig, die in der Lehre erworbenen sozialen Kompetenzen umzusetzen, motivierte der Abteilungsleiter die ehemaligen Auszubildenden.

Zu denen sprach auch Manfred Schell, Geschäftsführer der IHK-Bezirksstelle Betzdorf. Dass von 132 Prüflingen 14 den Abschluss im ersten Anlauf nicht erfolgreich geschafft hätten, zeige, dass »hier schon eine beachtliche Prüfungsleistung verlangt wird, und dass es nicht selbstverständlich ist, die Prüfung zu bestehen«. »Unsere Region« und darüber hinaus würde jetzt und auch in Zukunft gut ausgebildete, junge Leute brauchen, sagte Schell und verwies darauf, dass in den Betrieben im Kreis Altenkirchen, die der IHK angehören, im Ausbildungsjahr 2002/03 fast 400 eingetragene Ausbildungsplätze zur Verfügung stehen.

Die allgemein schlechte wirtschaftliche Situation würde in diesem Ausbildungsjahr jedoch dazu führen, dass im Vergleich zum Vorjahr bis jetzt etwa 80 Lehrstellen weniger besetzt worden seien, berichtete Schell. Dass sei größtenteils darauf zurückzuführen, dass die überwiegende Zahl der über 300 Ausbildungsfirmen kleinere Betriebe seien, die nur alle zwei bis drei Jahre einen Lehrling einstellen könnten, berichtete Schell: »Trotzdem sind alle Betriebe aufgefordert, auch in wirtschaftlich schlechten Zeiten auszubilden.« Denn: »Die Fachkräfte von morgen werden schon heute verteilt«, sagte der IHK-Vertreter mit Verweis auf die demographische Entwicklung, die dazu führe, dass die Zahl der Jugendlichen in einigen Jahren erheblich abnehme.

Wirtschaft sucht und braucht Fachkräfte

An die erfolgreichen Absolventen gewandt, stellte Schell fest: »Sie gehen in eine Zukunft, die für Sie eine große Perspektive hat. Denn Sie gehören zu den jungen Fachkräften, die die Wirtschaft sucht und braucht.« Selbst denen, die trotz erfolgreicher Abschlussprüfung noch keinen Arbeitsplatz gefunden haben und nach einer Stelle suchen, machte Schell Hoffnung: »Auch Sie haben viel bessere Chancen als ihre Kollegen, die Ihre fachlichen Voraussetzungen nicht haben.«

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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