Vorschlag des Wissener Stadtbürgermeisters Berno Neuhoff
„Siegtal-pur“-Brücke im Sommer für Fußgänger nutzen

Die Gerüstbrücke des Kreises für „Siegtal pur“ steht seit Mitte dieser Woche in Etzbach. Diese könnte für Fußgänger in Wissen genutzt werden, wenn die Siegbrücke (L 278) abgerissen wird.  Foto: Stadt
  • Die Gerüstbrücke des Kreises für „Siegtal pur“ steht seit Mitte dieser Woche in Etzbach. Diese könnte für Fußgänger in Wissen genutzt werden, wenn die Siegbrücke (L 278) abgerissen wird. Foto: Stadt
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sz  Während der Sanierung der Siegbrücke (L 278) werden Teile von Wissen über mindestens 14 Monate von der Innenstadt „abgeklemmt“ (die SZ berichtete): Lkw- und Autofahrer sowie Fußgänger müssen erhebliche Einschränkungen hinnehmen. Für den Schülerverkehr hat der Wissener Stadtbürgermeister Berno Neuhoff zusammen mit den Schulen vorgeschlagen, dass alle Schüler (auch die ohne Anspruch innerhalb der 4-Kilometer-Zone) möglichst ab Beginn des neuen Schuljahres im August auf Busse umsteigen und ein verbilligtes Ticket als Anreiz eingeführt wird.

Seitdem die Baumaßnahmen bekannt sind, erreichen den Stadtbürgermeister nach eigenen Angaben Mails besorgter Bürger, aber auch gute Vorschläge, obwohl die Stadt die Baumaßnahme gar nicht durchführt, sondern der Landesbetrieb Mobilität. So hatten Bürger des Wissener Alserbergs und der Brückhöfe, die am stärksten von der Maßnahme betroffen sind (dort befindet sich auch ein Seniorenheim) vorgeschlagen, die Brücke von „Siegtal pur“, die vom THW am Industriepark Etzbach aufgestellt wird und dem Kreis gehört, an der Wissener Siegpromenade aufzustellen. Neuhoff hat dazu laut Pressemitteilung in den letzten Tagen Gespräche mit Landrat Michael Lieber, dem Leiter des Landesbetriebs Mobilität in Diez, Lutz Nink, und dem THW in Scheuerfeld geführt. Alle unterstützten diesen Vorschlag.

Landrat Lieber würde der Stadt Wissen die Gerüstbrücke kostenlos zur Verfügung stellen . Das THW wäre bereit, diese aufzubauen. Der LBM würde an den Enden die nötigen Aufsätze herstellen. Da es sich beim THW um eine Bundeseinrichtung handelt, müsste der Aufbau über Spenden aus der Bevölkerung und von Unternehmen finanziert werden, und es müssten Freiwillige helfen , die abends die Brücke z. B. mit Bauzäunen abriegeln und täglich regelmäßig kontrollieren. Die Stadt Wissen ist hoch verschuldet und darf - da es eine freiwillige Ausgabe wäre – diese Aufgabe nicht finanzieren.

Neuhoff plädiert dafür, die Brücke für Fußgänger nur für die Sommermonate, längstens bis 30. September, zu nutzen. Sichergestellt werden müsse, dass sie bei einer Hochwasserwarnung oder der Ankündigung von starkem Niederschlag sofort abgebaut wird. Außerdem hat Neuhoff die Wasserbehörden und den Naturschutz zu einem kurzfristigen Ortstermin eingeladen, um den geeigneten Ort und die Möglichkeit zu besprechen. Da die Sieg ein ökologisch sensibler Bereich ist und wegen herabfallender Betonteile an der Brücke ein Sicherheitsabstand eingehalten werden muss, käme nur der Bereich der Siegpromenade unterhalb des Wisserbachs in Frage.

Neuhoff: „Ich bin dem Landrat, dem THW und allen Beteiligten , die bisher ihre Hilfe in Aussicht gestellt haben, sehr dankbar. Ich hoffe, dass die zuständigen Behörden den pragmatischen und relativ kostengünstigen Vorschlag mittragen. Die Wissener Bevölkerung, insbesondere die vielen älteren Menschen und Bewohner des Alserbergs, müssen genügend Einschränkungen hinnehmen und sind jetzt auf Kooperation und Wohlwollen anderer Behörden im Interesse der Menschen angewiesen. Ich setze dabei auf Einsichtsfähigkeit und Pragmatismus. Das wäre wenigstens eine Perspektive für den Sommer. Sollte der Vorschlag Zustimmung finden, werde ich einen Spendenaufruf starten und die Bevölkerung und Unternehmen um aktive Hilfe, aber auch praktische Unterstützung bitten.“

Ponton-Brücken der Bundeswehr, die ebenfalls vorgeschlagen wurden, sind nicht möglich. Sie stellen ökologisch einen massiven Eingriff in die Sieg dar und sind zudem nur in Katastrophenfällen vom Bund oder der Bundeswehr zu erhalten. Die Gerüstbrücke steht auf kleinen Metall-Füßen, Fische können ungehindert passieren.

Autor:

Redaktion Altenkirchen aus Betzdorf

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