Beim Teutates!
SoLa im Zeichen von Asterix und Obelix

130 Kinder, 70 Betreuer, ein Majestix (und ein Troubadix): Das diesjährige SoLa ist vollkommen ausgebucht – und das bereits seit Februar.
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  • 130 Kinder, 70 Betreuer, ein Majestix (und ein Troubadix): Das diesjährige SoLa ist vollkommen ausgebucht – und das bereits seit Februar.
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  • hochgeladen von Achim Dörner (Redakteur)

dach Elkhausen. Viel los dieser Tage in dem berühmten Dorf in Gallien: Vom sonst so beschaulichen Leben kann keine Rede mehr sein. 130 unbeugsame Geister, begleitet von 70 ihnen zur Seite gestellten Helfern, haben hier ihr Lager aufgeschlagen, ihr Sommerlager, das SoLa. Diesmal steht es ganz im Zeichen von Asterix und Obelix.

Die Wiese oberhalb von Elkhausen ist für die evangelisch-freikirchliche Gemeinde Kirchen längst zu einem zweiten Zuhause geworden, zumindest im Sommer. Einmal mehr sind hier die Zelte aufgestellt, in denen die Mädchen und Jungen im Alter von neun bis 13 Jahren nächtigen, verpflegt werden oder die abendlichen Andachten erleben.

Das SoLa ist ein Dauerbrenner (1999 feierte man Premiere, ebenfalls mit den sympathischen Galliern als Rahmenhandlung), ein Renner sowieso. Rund 30 Kindern habe man sogar absagen müssen, sagte Andrea Weiß vom Leitungs-Team beim Besuch der SZ am Mittwochnachmittag: „Im Februar waren wir schon voll.“

Die Kinder kommen wieder einmal „aus allen Ecken“: aus Kirchen, Betzdorf, dem gesamten AK-Land. Viele Eltern, die ihre Sprösslinge am Samstag nach dem Abschlussgottesdienst wieder abholen werden, haben ein SI-Kennzeichen am Auto. Und es gibt wie immer einige „Ausreißer“ im geografischen Sinne, so ist etwa ein Teilnehmer eigens aus Bochum angereist.

Aber der weite Weg lohnt sich. Allein die Schauspieleinlagen, die die Mädchen und Jungen hier über neun Tage zu sehen bekommen, sind weit und breit einmalig. Zu Erinnerung: Beim SoLa wird stets eine große Geschichte erzählt, mit allerlei unterschiedlichen Figuren und diversen Wendungen und Überraschungen. Die Kinder stets mittendrin. Und so hat in den vergangenen Tagen ein Seher für mächtig Unruhe im Zeltdorf gesorgt. Er hat die Gelegenheit genutzt und den kleinen Galliern allerhand Versprechungen gemacht, sogar Pizza besorgt und ihnen eine Substanz namens Nutella gebracht. Asterix (Tobi Mauden) und Obelix (Timna Weiß) haben nämlich Miraculix (Jessica Janzen) auf einen Druidenkongress begleitet. Lediglich Majestix (Lager-Chef Tobi Klein) und Troubadix (Patrick Ströter) hielten die Stellung.

Zuletzt hat er die Kids dazu gebracht, für ihn ganz bestimmte Kräuter zu besorgen, die nur auf einer ganz bestimmten Wiese wachsen. Dafür mussten die Mädchen und Jungen sogar über Nacht ihr Lager verlassen, schliefen unter einer gespannten Plane. Doch sein Versprechen – er wollte der Hitze wegen Busse besorgen, die alle ins Freibad bringen – hat der Seher (Raimund Schüler) nicht gehalten.

Enttäuschung machte sich breit – und das vollkommen gewollt. Denn in den Andachten in den Abendstunden greifen die Betreuer die Gefühle des Tages stets wieder auf. Gemeinsam sollen die unterschiedlichen Regungen des menschlichen Gemüts besprochen und verarbeitet werden, wie Lager-Chefin Sabine Knie erklärt. Sie erläutert auch, wie der Trupp aus Teilnehmern und Betreuern mit den tropischen Temperaturen umgeht: „Wir sind hitzeresistenter als man denkt.“

Viel trinken lautet die oberste Devise. Und sich ein schattiges Plätzchen zu suchen, ist auch keine schlechte Idee. Für ein wenig Abkühlung sorgen eine lange Wasserrutsche auf einer Wiese gleich nebenan sowie eine eigene Sprinkleranlage am Turm des Barden. Am Sonntag kippte das Wetter dann: Es stürmte kurz. Dabei gingen sogar zwei Zelte kaputt. Wie gut, dass das „Springer-Team“ unter der Leitung von Siggi Wegner Ersatz parat hatte.

Und wie in jedem Jahr ist die Verpflegung ein ganz großes Thema, im wahrsten Sinne des Wortes. Küchen-Chefin Daniela Bredenbeck und ihre zehnköpfige Mannschaft verarbeiten unter anderem 160 Kilogramm Fleisch. 450 Liter Milch werden ausgeschenkt. Am Mittwochabend gab es ein 30 Meter langes Baguette.

Für die Nacht auf Donnerstag ist die Rückkehr von Asterix und Obelix angekündigt. Es könnte nämlich sein, dass das gallische Dorf ungebetenen Besuch aus Rom bekommt. Außerdem, so sagt man, hat Teutates, die wichtigste Gottheit der Gallier, gute Verbindungen zu einem hiesigen Busunternehmen. Also könnte es sein, dass es am Donnerstag, nach dem Römervertrimmen, doch noch ins Freibad geht…

Autor:

Achim Dörner (Redakteur) aus Betzdorf

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