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R4-Treffen
Spartanisch – und einfach Kult

Startbereit für die Ausfahrt am Samstagmorgen: die Teilnehmer des R4-Treffens.
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rai Mittelhof. Der R4 kommt mit Flair daher, auch in unserer Region sieht man dann und wann den Kleinwagen noch um die Ecke biegen. Am Wochenende erhöhte sich die R4-Dichte im Kreis AK dann merklich: Aus weiten Teilen der Bundesrepublik waren wieder die Liebhaber des kleinen Franzosen angereist.

Studentenauto, Handwerkerauto: Das Image aus den 1960er- und 1970er-Jahren, als der Franzose auch in der Bundesrepublik häufig das Straßenbild mitprägte, hat der R4 längst abgelegt. Auch ein Familienauto war der Fünftürer. Fast 30 Jahre, nachdem der letzte R4 vom Band rollte, hat der Kleinwagen nichts von seiner Faszination verloren – vor allem nicht bei denjenigen, die am Wochenende ihren R4 zum Campingplatz Eichenwald in Mittelhof lenkten.

rai Mittelhof. Der R4 kommt mit Flair daher, auch in unserer Region sieht man dann und wann den Kleinwagen noch um die Ecke biegen. Am Wochenende erhöhte sich die R4-Dichte im Kreis AK dann merklich: Aus weiten Teilen der Bundesrepublik waren wieder die Liebhaber des kleinen Franzosen angereist.

Studentenauto, Handwerkerauto: Das Image aus den 1960er- und 1970er-Jahren, als der Franzose auch in der Bundesrepublik häufig das Straßenbild mitprägte, hat der R4 längst abgelegt. Auch ein Familienauto war der Fünftürer. Fast 30 Jahre, nachdem der letzte R4 vom Band rollte, hat der Kleinwagen nichts von seiner Faszination verloren – vor allem nicht bei denjenigen, die am Wochenende ihren R4 zum Campingplatz Eichenwald in Mittelhof lenkten.

Zum vierten Mal hatte der Renault4- Club Deutschland für sein Jahrestreffen, das inzwischen den Namen „R4TATOUILLE“ trägt, das AK-Land zum Ziel.

Viele Geschichten gibt es über das Kultauto zu erzählen. Das zeigte der Besuch der Siegener Zeitung am Samstagmorgen. Bei den individuellen Geschichten ist immer das Detailwissen über das Auto als solches parat, zum Beispiel, dass die Frontmaske 1967 überarbeitet wurde. Unter anderem davon erzählte beim Rundgang Marcus Radde aus Ennepetal, Pressesprecher des R4-Clubs. An dem R4 TL, Baujahr 1980 und 34 PS, von Carsten Reeck machte Radde zum Beispiel auf die Ausstattungsvariante Faltdach aufmerksam. So ein Originalfaltdach: eine Rarität.

Die Intention sei es damals gewesen, ein einfaches Auto für die Bevölkerung zu konzipieren, so Radde. Puristisch und spartanisch kommt der Wagen daher. Anfangs gab es weder Kopfstützen noch Außenspiegel. „700 Kilogramm Auto, bis maximal 34 PS“, sagte Radde. Das war gut und habe funktioniert.

Der R4, mehr als acht Millionen wurden hergestellt, habe als wartungsfrei gegolten. Die Autos seien jedoch „runtergeritten“ worden. Umso mehr freuen sich alle über jeden R4, der heute noch durch die Lande fährt. „Den habe ich mir zum 60. Geburtstag geschenkt“, sagte Michaela Frank aus Aachen. Der 34 PS starke R4 F6 ist 35 Jahre alt. Die Leiterklappe in dem Kastenwagen biete die Möglichkeit, Fahrräder stehend zu transportieren. Ein R4 war auch ihr erstes Auto, mit 18 Jahren.

Nach Ente und VW-Käfer und weiteren Autos hat sie seit vier Monaten „zurück zum R4“ gefunden. Als bildende Künstlerin schätzt sie das Auto auch zum Transport von Gemälden. Erstmals war sie bei einem Jahrestreffen und freute sich, dass es von den weitere Teilnehmern praktische Tipps gab.

Die weiteste Anreise hatte Oskar Krügel aus Dänischenhagen (Eckernförde). Seine ersten drei Autos waren R4. Die nicht mehr fahrfähige GTL-Version von 1986 machte er in anderthalb Jahren wieder fit, und nutzt sie seit anderthalb Jahren als Alltagsauto, außer im Winter.

Ganz so weit war die Anreise von einigen Teilnehmern, die schon bei den vorherigen Treffen mit von der Partie waren, nicht. Volker Dietewich war aus Holzhausen diesmal in seinem R4 F4, Baujahr 1983, gekommen, Peter Schäfer und Ehefrau Elke aus Rinsdorf mit ihrem lindgrünen 1981er.

In den 1960er-Jahren sei der R4 ein Exportschlager gewesen, so Dietewich. Aus dieser Zeit stammte auch das älteste Fahrzeug beim Treffen: Seit 1966 fährt der R4 von Wolfgang Schmitt aus Betzdorf. Schmitt hatte das Treffen wieder federführend vorbereitet. Nach dem Frühstück am Samstag gab es eine Ausfahrt.

Ziel war der Förderturm der Grube Georg in Willroth. Hier gab es ein französisches Picknick. Zurück auf dem Campingplatz gab es Fahrzeugpräsentation und reichlich Benzin-Gespräche. Gestern endete dann das Treffen rund um das Kultauto.

Startbereit für die Ausfahrt am Samstagmorgen: die Teilnehmer des R4-Treffens.
Eine Rarität ist das Originalfaltdach dieses R4: Besitzer Carsten Reeck (l.) im Gespräch mit Marcus Radde.
Autor:

Rainer Schmitt (Freier Mitarbeiter) aus Betzdorf

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