SPD: »Siegstrecke droht an Attraktivität zu verlieren«

Bei Klausurtagung schnelle Lösungen angemahnt

sz Wissen. Die dramatisch verschlechterte Situation der Bahnverbindungen auf der Siegstrecke brachten in den vergangenen Wochen viele Betroffene »in Wallung«. Die SPD-Kreistagsfraktion nutzte eine Klausurtagung in Wissen, an der auch die Bundestagsabgeordnete Sabine Bätzing, der Landtagsabgeordnete Franz Schwarz und der Kreisbeigeordnete Ottmar Haardt teilnahmen, um sich über die Problematik zu informieren und Verbesserungen einzufordern.

Verspätungen nicht »normal«

Sabine Bätzing: »Die problematische Situation auf der Siegstrecke (RE 9), die durch Verspätungen und zum Teil komplett ausfallende Züge an Attraktivität zu verlieren droht, kann nicht weiter unter dem Motto ,ein bisschen Verspätung ist bei der Bahn normal´ hingenommen werden.« Sie werde diese Problematik in einem bevorstehenden Gesprächim Bundesverkehrsministerium deutlich ansprechen und auf Lösungen drängen. Die Bundestagsabgeordnete: »Wir müssen massiv von allen Seiten darauf hinwirken, dass die Siegstrecke, für die wir gemeinsam gekämpft haben, sowohl durch infrastrukturelle als auch durch organisatorische Maßnahmen so unterstützt wird, dass es den Menschen im Kreis Altenkirchen wieder Spaß macht den ÖPNV zu nutzen.«

Kreisbeigeordneter Ottmar Haardt, der selbst in den vergangenen Tagen auf der Siegstrecke unterwegs war, um Schwachstellen und Beschwerden aufzuzeichnen, hat bereits einen Gesprächstermin bei Verantwortlichen der Bahn (die SZ berichtete). »Hier soll aber nicht nur geklagt und gerechtfertigt werden, sondern es müssen schnelle Lösungsvorschläge aller Beteiligten auf den Tisch.« Eine Verlängerung der unzumutbaren Situation könne auch angesichts der Finanzmittel aus dem Kreis, die extra für eine Attraktivitätssteigerung des ÖPNV gerade auf der Siegstrecke fließen, nicht hingenommen werden. »Nicht nur bei der Organisation der Bahn gab es nach der Fahrplanumstellung im Dezember große Mängel, sondern auch im Beschwerdemanagement«, führte Haardt weiter aus.

Der SPD-Kreisvorsitzende Horst Klein, gleichzeitig auch Geschäftsführer der Westerwald-Bahn, forderte sofortiges Krisenmanagement bei der Bahn, denn die Nebenbahnen litten ebenfalls erheblich unter den von der Bahn verursachten Verspätungen und Zugausfällen. Landtagsabgeordneter Franz Schwarz und SPD-Fraktionsvorsitzender Reiner Rühmann machten deutlich, dass es keine »Vertröstungen« geben darf.

»Es darf keine Denkverbote geben«

»Was ihr nicht leisten könnt, müsst ihr abgeben«, wandte sich Franz Schwarz an die Bahn, und Reiner Rühmann unterstrich, dass es im Falle von weiteren Belastungen keine Denkverbote geben darf: »Wenn sich nichts bewegt, muss man auch über eine Kündigung der Verträge und eine Neuausschreibung auf der Siegstrecke nachdenken«.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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