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Die erste Hürde ist geschafft
Spender für Ida gefunden

Für Ida gibt's endlich eine Perspektive: Jetzt ist ein Stammzellenspender gefunden, und schon im April soll die Transplantation vollzogen werden.
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damo Wissen. "Meinen Freudenschrei konnte man bestimmt in ganz Wissen hören", sagt Monika Mewis-Rörig − und das überrascht wenig: Am Wochenende hat die Familie Mewis die erlösende Botschaft bekommen, dass ein Spender für ihre krebskranke (Enkel-)Tochter gefunden worden ist. Schon im April soll die Stammzellenspende vollzogen werden. "Wir sind alle völlig überwältigt", sagt Idas Oma auf Nachfrage der SZ: "Die ganze Familie ist total happy."
''Genetischer Zwilling'' gefunden
Wie mehrfach berichtet, leidet die einjährige Ida an Leukämie, und ohne Knochenmarkspende hätte das einjährige Mädchen keine Chance. Es ist gerade einmal eine Woche her, dass die SZ erneut dazu aufgerufen hat, sich typisieren zu lassen − und der Tenor des Artikels war, dass die Zeit drängt.

damo Wissen. "Meinen Freudenschrei konnte man bestimmt in ganz Wissen hören", sagt Monika Mewis-Rörig − und das überrascht wenig: Am Wochenende hat die Familie Mewis die erlösende Botschaft bekommen, dass ein Spender für ihre krebskranke (Enkel-)Tochter gefunden worden ist. Schon im April soll die Stammzellenspende vollzogen werden. "Wir sind alle völlig überwältigt", sagt Idas Oma auf Nachfrage der SZ: "Die ganze Familie ist total happy."

''Genetischer Zwilling'' gefunden

Wie mehrfach berichtet, leidet die einjährige Ida an Leukämie, und ohne Knochenmarkspende hätte das einjährige Mädchen keine Chance. Es ist gerade einmal eine Woche her, dass die SZ erneut dazu aufgerufen hat, sich typisieren zu lassen − und der Tenor des Artikels war, dass die Zeit drängt. Diese schwierige Situation war für Freunde und Familie Grund genug, eine besondere Aktion für Ida und ihre Eltern zu initiieren: Vor einigen Tagen sind rund 30 Menschen aus dem engen Umfeld der Familie von Wissen aus gemeinsam zur Kölner Uni-Klinik gefahren. Alle waren komplett in Rot gekleidet, und vor Idas Fenster haben sie sich in Herzform aufgestellt: "Eine Geste, dass wir zusammenstehen und durchhalten."

Noch kein Spender für Ida gefunden

Jetzt ist die erste Hürde auf Idas Weg zurück in ein normales Leben genommen. Denn der dringend gesuchte "genetische Zwilling" ist nicht nur ausfindig gemacht: Er steht auch Gewehr bei Fuß für die Stammzellenspende. "Mit dem Spender ist alles in trockenen Tüchern", freut sich Monika Mewis-Rörig.

Schwere Zeiten kommen auf Ida zu

Allerdings tritt sie zugleich auf die Euphoriebremse: Im Gespräch mit der SZ stellt sie klar, dass die erfolgreiche Spendersuche nur ein Etappensieg ist. "Es ist zu früh, jetzt in Jubel auszubrechen", stellt sie klar: "Da kommt noch eine sehr schwere Zeit auf uns alle zu, vor allem aber auf Ida." In der Tat: Die kommenden Wochen werden das kleine Mädchen einmal mehr an seine Belastungsgrenze bringen. Ende März wird die Einjährige aus dem Kölner Uni-Klinikum nach Essen verlegt. Dort beginnen dann die Voruntersuchungen − und sofern alles passt, startet dann die letzte Chemotherapie vor der Transplantation.

Das Immunsystem wird praktisch auf null gestellt

Schon der vierte Chemo-Block, den Ida in der vergangenen Woche über sich ergehen lassen musste, hat ihren kleinen Körper massiv gefordert. "Sie ist völlig geschwächt, ist fiebrig", berichtet ihre Großmutter. Und der fünfte Block wird wohl noch schlimmer: Er dient dazu, den Körper auf die Stammzellenspende vorzubereiten − dazu müssen die eigenen Knochenmarkszellen künstlich zerstört und das körpereigene Immunsystem praktisch auf null gestellt werden. Es ist kein Zufall, dass der Tag der Transplantation laut Monika Mewis-Rörig auch "Tag null" genannt wird. Die Familie Mewis also weiß, was auf sie zukommt: "Das wird nichts für schwache Nerven."

Und trotzdem überwiegen im Moment die Freude und die Dankbarkeit − und beide sind grenzenlos. "Das ist wunderbar, dass so viele Menschen Anteil nehmen und die Typisierungsaktion unterstützt haben", sagt Monika Mewis-Rörig, "und es ist unglaublich schön, dass jetzt der Spender gefunden worden ist."

Autor:

Daniel Montanus (Redakteur) aus Betzdorf

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