Tierschutzverein beschlagnahmte Skunks

Neben den Stinktieren wurden andere Kleintiere in erbärmlichen Verhältnissen gehalten

theis Wissen. Da hielten selbst hartgesottene Tierschützer den Atem an: In einer mehrstündigen Aktion mussten rund drei Dutzend Tiere aus einem Wohnhaus innerhalb der Verbandsgemeinde Wissen geholt werden. Der Tierschutzverein des Kreises Altenkirchen hatte einen Hinweis bekommen. Demnach wurden in dem Haus zwei Waschbären, vier Katzen und mehrere Tauben unter Umständen gehalten, die alles andere als artgerecht waren. Zwei Vereinsmitglieder, die speziell für diese Dinge zuständig sind, setzten sich umgehend in Marsch.

Zusammen mit zwei Polizeibeamten nahm man das Anwesen in Augenschein und klingelte wiederholt an der Haustür. Der Besitzer sollte sich nach Angaben der Nachbarn in dem Gebäude aufhalten. Zunächst tat sich jedoch nichts. Erst nach 45 Minuten und wiederholten Aufforderungen der Polizei wurde die Tür geöffnet. Der Besitzer ließ dann nach einer kurzen Diskussion auch eine Tierschützerin sowie Amtsveterinärin Simone Kauer, die um Hilfe gebeten worden war, eintreten. Nach der ersten Visitation war schnell klar: Hier muss umgehend gehandelt werden.

Die Tiere wurden auf der Stelle beschlagnahmt und sollten an einen sicheren Platz gebracht werden. Gefunden wurden neben den Waschbären und Katzen auch zwei Stinktiere (Skunks), mehrere Meerschweinchen sowie ein rundes Dutzend verschiedener Vögel wie Sittiche und Kanarienvögel.

Deren körperlicher Zustand erwies sich als überwiegend relativ gut. Erschüttert waren die Tierschützer jedoch nach eigenen Angaben über die Art der Unterbringung. Die Tiere mussten in ihrem eigene Kot leben und hatten auch zu wenig Platz. Und der Gestank raubte buchstäblich den letzten Atem, wovon sich Dr. Wolfgang Otterbach vom Altenkirchener Gesundheitsamt persönlich überzeugen musste.

Abschließend wurde Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz erstattet. Jetzt musste eine Möglichkeit zur Unterbringung der bedauernswerten Tiere gefunden werden. Hilfe kam schließlich vom Verein THEA, der im Morsbacher Land beheimatet ist und mit der Verbandsgemeinde Wissen kooperiert.

Die Mitarbeiter Gina Barth-Muth und Wilhelm Muth sowie die beiden einheimischen Tierschützer gingen in den einzelnen Räumen mit größter Vorsicht ans Werk. Die eingesammelten Tiere wurden in Transportkisten gesetzt und zur Auffangstation gebracht.

Zurück blieben nur die Tauben. Im Berghof staunte man nicht schlecht: Stinktiere hatte der gemeinnützige Verein bislang noch nicht in seine Obhut genommen. Gestern erfolgte eine Untersuchung durch den zuständigen Tierarzt.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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