Wissener Sozialdemokraten ziehen zufrieden Bilanz

Auch als Opposition in vergangenen Jahren viel erreicht

sz Wissen. In der ersten Vorstandssitzung im neuen Jahr wurden die vergangenen zehn Jahre der politischen Arbeit der Sozialdemokraten in Wissen durchleuchtet und auch in die Zukunft geblickt. »Im Rückblick kann sich unsere Arbeit wirklich sehen lassen«, resümierte Vorsitzender Thorsten Wehner, »denn wir haben zusammen doch eine Menge geschafft.«

So habe man im Verbund mit der früheren Landtagsabgeordneten Eda Jahns und der Landesregierung vor zehn Jahren mit dafür gesorgt, dass endlich die Polizei ein neues Zuhause im Kreuztal bekommen habe. »Obwohl viele Besserwisser damals ein Ansteigen der Kriminalität voraussagten, ist das Gegenteil eingetreten. Die Kriminalitätsrate ist gesunken; Wissen lebt in diesem Sektor eigentlich auf einer Insel der Glückseligen«, meinte Heinz Jahns.

Vor acht Jahren seien die Gespräche zur Wiederaufbereitung des Hoesch-Geländes festgefahren gewesen. »Nichts ging mehr. Und die Firma Hoesch wollte schon einen Zaun um das Gelände ziehen«, erinnerte sich Gudula Kletzin. In dieser für Wissen verhängnisvollen Lage sei es Eda Jahns, Alfons Schmidt und Heinz Jahns zu verdanken gewesen, dass die Sache ein gutes Ende genommen habe. Sie hätten in Dortmund vorgesprochen und die Verantwortlichen gebeten, die Verhandlungen doch wieder aufzunehmen. Das sei Hoesch vor allen Dingen den Bürgern von Wissen schuldig. Wie man heute sehe, fruchtete dieser Appell, und in vier Wochen seien die Verhandlungen über die Bühne gebracht worden. »Das war die Voraussetzung dafür, dass auf dem Gebiet Hoesch I inzwischen Gewerbebetriebe angesiedelt sind und auch auf dem Gebiet Hoesch II die Firma Brucherseifer den Betrieb aufgenommen hat«, so Heinz Jahns.

Dann die Geschichte mit dem Krankenhaus: Die Wissener SPD hatte erfahren, dass das damalige Krankenhaus wegen zu geringer Auslastung in Schwierigkeiten geraten war. In einer Resolution im Verbandsgemeinderat forderte die SPD-Fraktion einen anderen Zuschnitt des Hauses. Das Krankenhaus sei nur zu erhalten, wenn eine andere Abteilung nach Wissen käme, die andere Krankenhäuser nicht besäßen, wie z.B. eine Psychiatrie. So sei es letztlich gekommen ––und das war die Rettung. Alles andere, was selbst die Bürgermeister in vielen hehren Worten gefordert hätten, wäre eine Katastrophe für Wissen geworden, meint die SPD rückblickend. Dann wäre nicht nur das Krankenhaus schon mehrere Jahre geschlossen, sondern auch das Seniorenheim. Inzwischen seien dort über 7 Mill. e verbaut worden, das Krankenhaus erstrahle in hellem Glanz, habe einen guten Ruf und sei längerfristig gesichert. Hierzu stellte Maria Fuchs fest: »Das alles so gekommen ist, haben wir hauptsächlich der damaligen Landtagsabgeordneten Eda Jahns zu verdanken. Sie hat bewunderungswürdig dem hohen Druck aus Wissen stand gehalten.«

So habe Eda Jahns auch einen erheblichen Anteil daran, dass das Katasteramt ebenfalls nach Wissen zurückgeholt worden sei, meinten die Anwesenden. »Dass man aus der Opposition heraus ohne Bürgermeister einiges hinkriegen kann, ist nicht nur wichtig für die Stadt mit ihren Bürgerinnen und Bürgern, sondern macht auch ein wenig stolz«, stellte Otmar Schuhen fest.

Die Sozialdemokraten waren aber nicht nur auf der baulichen Seite tätig, sondern haben es eigenen Angaben zufolge als erste in ganz Rheinland-Pfalz gewagt eine Energiesparmesse in Wissen durchzuführen. Weil diese Messe sehr gut angenommen worden sei, werde sie im Mai in erweiterter Form und mit einigen Neuigkeiten erneut durchgeführt.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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