Fußball-Rheinlandliga
Wissen nimmt Revanche gegen Malberg

Das war der Moment vor dem 1:0 des VfB, als der Ball zum zweiten Mal durch den Malberger Strafraum segelte, ohne dass ein Malberger entscheidend eingriff, sodass Fation Foniq ihn ein zweites Mal von rechts in den Torraum spielen konnte.
  • Das war der Moment vor dem 1:0 des VfB, als der Ball zum zweiten Mal durch den Malberger Strafraum segelte, ohne dass ein Malberger entscheidend eingriff, sodass Fation Foniq ihn ein zweites Mal von rechts in den Torraum spielen konnte.
  • Foto: hwl
  • hochgeladen von Pascal Mlyniec (Redakteur)

VfB Wissen - SG Malberg 2:0 (0:0)
Nach sechs sieglosen Spielen mit nur einem Punkt hat der Liga-Neuling VfB Wissen gestern beim Start in die Rückrunde in dem mit 465 Zuschauern top besuchten Derby gegen die SG Malberg im Dr.-Grosse-Sieg-Stadion mal wieder ein Ausrufezeichen gesetzt. „Die Mannschaft hat heute alles umgesetzt, was zum einen für das Derby und zum anderen für unsere aktuelle Situation wichtig war“, freute sich VfB-Trainer Thomas Kahler über den erst dritten Heimsieg der Saison, auf den der VfB seit Anfang September gewartet hatte, und über einen erneut engagierten Auftritt seiner Mannschaft nach zuletzt guten, aber wenig ergiebigen 180 Minuten gegen die Top-Teams Morbach (1:1) und Mülheim (0:3).

Gäste nutzen Chancen nicht

Trotzdem hätte die gestrige Partie für Wissen einen ähnlichen Verlauf wie die beiden vorausgegangen Spiele nehmen können, wenn das mit viel Selbstvertrauen und mit sechs Punkten Vorsprung auf Wissen nach Wissen gereiste Team von Trainer Volker Heun die ersten Minuten des Derbys einen Tick konsequenter gewesen wäre. Denn schon in den ersten fünf Minuten hatten die beiden Sturmspitzen Nico Bähner und Markus Nickol die Führung auf dem Fuß.
Heun: „Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen. Deshalb war für mich die erste Aktion, als Nico Bähner vor Philipp Klappert der Ball verspringt, auch schon so etwas wie ein Knackpunkt. Denn solche Chancen bekommst du nicht oft in einem Derby.“ Mit dieser Einschätzung lag Heun goldrichtig, denn selbst in den ersten 20, 25 Minuten, als Malberg das Geschehen weitgehend im Griff hatte, passierte hinter der durch den Ausfall von Mirkan Kasikci (Gelb-Rot-Sperre) erneut umgestellten VfB-Viererkette nichts mehr, was für VfB-Torwart Philipp Klappert gefährlich wurde.

Heun: "Immer mehr Zweikämpfe verloren"

Selbst in dieser Phase hatte auf der anderen Seite Torwart Matthias Zeiler schon etliche Schrecksekunden hinter sich, weil Max Ebach nach einem Konter über Steven Winzenburg, Yanick Tsannang nach einem 80-m-Solo von Lukas Becher und Mario Weitershagen mit einem zu leichtfertig abgewehrten ‚zweiten’ Ball bei einer Flanke von Fation Foniq (8-m-Schuss an den Pfosten) in aussichtsreicher Position vor ihm auftauchten. Volker Heun: „20, 25 Minuten hatten wir die Kontrolle. Danach haben wir immer mehr Zweikämpfe verloren.“
Erschwerend für die Nadelstich-Taktik der Malberger kam hinzu, dass Markus Nickol schon nach 28 Minuten mit einem Verdacht auf einen Bänderriss am Fuß vom Platz musste. Damit hatten es die Malberger lediglich der fehlenden Durchschlagskraft von Max Ebach, Yanick Tsannang und Steven Winzenburg zu verdanken, dass sie ohne Gegentor in die Pause kamen. Thomas Kahler: „Ab der 46. Minute habe ich nur eine Mannschaft gesehen, die mehr als das 0:0 wollte: Wissen.“

Standard bringt Wissener Führung

Aber: Ohne spielerische Mittel war auf dem schwer bespielbaren Rasen der kompakt und tief stehenden Gäste-Viererkette kaum beizukommen. Wohl aber mit Standards wie in der 56. Minute, als bei einer Ecke von Fation Foniq alle im eigenen Strafraum versammelten Malberger, angefangen bei Torwart Matthias Zeiler, eine ganz schlechte Figur abgaben und regungslos zuschauten, wie der Ball zweimal durch den Torraum (!) die Seiten wechselte, bis Fation Foniq ihn derart scharf in den Torraum spielte, dass allein die Präsenz von Mario Weitershagen ausreichte, um den Ball über die Torlinie zu bugsieren (56.).
Heun: „Entschlossenheit sieht anders aus. Bitter war dieses Tor aus heiterem Himmel vor allem, weil alle wussten: Wer hier das erste Tor macht, wird als Sieger den Platz verlassen.“ Obwohl beide Trainer ihre Wechseloptionen ausschöpften, änderte der neue Spielstand am Spielverlauf nichts, weil Malberg im Spiel in die Spitze nach dem Ausfall von Markus Nickol bzw. von Samuel Niklaus, der ebenfalls verletzt ausgewechselt werden musste zu berechenbar bzw. zu ideenlos war, um die VfB-Kette dauerhaft zu beschäftigen. Thomas Kahler: „Schon nach dem Tor hatte ich draußen das Gefühl, dass wir damit durch sind.“

Becher macht den Deckel drauf

Trotzdem legte der unermüdliche Lukas Becher noch einen Treffer nach, als er einen von Emre Bayram und Geburtstagskind Kenny Scherreiks eingefädelten Konter in 3:1-Überzahl zum 2:0 abschloss (85.). Volker Heun: „Unterm Strich ist der Sieg des VfB nicht unverdient, weil Wissen über 90 Minuten betrachtet mehr entscheidende Zweikämpfe als wir gewonnen hat.“ VfB-Trainer Thomas Kahler: „Der Sieg ist verdient, wir sind auf dem richtigen Weg.“ hwl

Autor:

Redaktion Sport aus Siegen

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