Klassiker neu interpretiert: Vier Kochideen für ein vegetarisches und veganes Weihnachtsessen
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Was kommt auf den Tisch, wenn an Weihnachten auch Vegetarierinnen und Veganer mitessen? Hier finden Sie einige Kochideen.
© Quelle: Pixabay
Nur noch wenige Tage bis Heiligabend – und wieder stellt sich die Frage: Was kommt an Weihnachten auf den Tisch? Vor allem, wenn Vegetarierinnen und Veganer eingeladen sind, muss man erfinderisch werden. Wir haben vier Rezepte zusammengetragen, mit denen Sie echte Weihnachtsklassiker ohne tierische Produkte auf die Teller zaubern können.
Veganer Kartoffelsalat mit Würstchen
Die wohl einfachste und bescheidenste Variante des Weihnachtsessens ist der Kartoffelsalat mit Würstchen. Kein Gericht landet an Heiligabend häufiger auf den Tellern der Deutschen. Auch für Vegetarierinnen und Veganer können Sie diesen Klassiker schmackhaft machen.
Das kommt rein: 1 Kilo vorwiegend festkochende Kartoffeln, 4 bis 5 Essiggurken, 10 Radieschen, 5 Esslöffel vegane Mayonnaise, 2 Esslöffel Gurkensaft, ein Teelöffel mittelscharfer Senf, Salz und Pfeffer und frische Kräuter.
Und so geht’s: Die Kartoffeln samt Schale in einem Topf mit Salzwasser kochen, bis sie gar sind. Kartoffeln anschließend abschrecken, pellen und in Würfel schneiden. Für das Dressing vegane Mayonnaise, Gurkensaft, Senf, Salz und Pfeffer nach Geschmack vermengen. Tipp: Für eine Einote können Sie das Gewürzsalz Kala Namak probieren. Gurken und Radieschen kleinschneiden und mit Kartoffeln und Dressing in eine Schüssel geben. Mit Kräutern garnieren und mindestens eine Stunde im Kühlschrank ziehen lassen. Dazu können Sie Veggiewürstchen servieren – die gibt es mittlerweile in fast jedem Supermarkt.
Knödel und Bratensoße
Damit Vegetarierinnen und Veganer problemlos mitessen können, verzichten Sie auch bei den Beilagen auf tierische Produkte. Die Soße zu Ihrem Braten schmeckt auch in der tierfreien Variante.
Das brauchen Sie: 500 Gramm Champignons, eine große Zwiebel, 450 ml Pilzfond, 250 ml Gemüsefond, 2 Esslöffel Mandelmus, 2 Esslöffel Sojasauce, 200 ml Rotwein, 70 Gramm vegane Butter oder Margarine, ein Zweig Rosmarin, ein Zweig Thymian, Kreuzkümmel, Knoblauch, Salz und Pfeffer, etwas Zucker oder Balsamicocreme.
Und so gelingt’s: Öl in der Pfanne erhitzen, geviertelte Pilze mit etwas zerdrücktem Knoblauch und jeweils einem Rosmarin- und Thymian-Zweig anbraten. Angeröstete Pilze und Zweige aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen. In Streifen geschnittene Zwiebeln und Knoblauch in Öl rösten, mit etwas Zucker oder Balsamicocreme leicht karamellisieren. Anschließend mit Rotwein ablöschen und den Herd auf niedrige Hitze stellen. Rühren Sie das Mandelmus mit etwa 100 ml Gemüsefond und Sojasoße unter, bis die Soße cremig ist. Geben Sie den restlichen Gemüse- und Pilzfond dazu und lassen Sie das Ganze 15 bis 20 Minuten köcheln. Zum Schluss geben Sie wieder den Zweig Rosmarin und Thymian, den Kreuzkümmel, Salz und Pfeffer sowie die vegane Butter oder Margarine hinzu. Die Pilze beifügen und alles noch einmal aufkochen lassen.
Wussten Sie schon, dass viele Fertigmischungen für Klöße, die man im Supermarkt kaufen kann, vegan sind? Ein kurzer Blick auf die Zutatenliste gibt Aufschluss – oder Sie halten nach dem Vegan-Siegel in Gelb und Grün Ausschau. Besonders häufig sind Kartoffelknödel vegan – bei Semmelknödeln wird es schon schwieriger. Wenn Sie Knödel selbst machen wollen, gibt es zahlreiche vegane Rezepte im Internet – frei von Ei, Milch oder Butter.
Dazu: Halloumibratling oder Sellerieschnitzel
Es muss nicht immer gleich ein ganzer Nuss-, Seitan- oder Linsenbraten her, wenn zum Beispiel nur eine Person am Tisch vegan oder vegetarisch isst. Auch ein Halloumibratling oder ein Sellerieschnitzel kann zu Kartoffeln, Klößen, Soße und anderen Beilagen gut schmecken – und lässt sich einfach zubereiten.
Das brauchen Sie: 500 Gramm Knollensellerie, 75 Gramm Weizenmehl, 100 Gramm Cornflakes, 4 Eier, 6 Esslöffel Milch, Pfeffer und Salz, 6 Esslöffel Bratöl.
Und so gelingt’s: Den Sellerie schälen und aus der Mitte der Knolle vier Scheiben von etwa 1,5 cm Dicke herausschneiden. In kochendem Salzwasser für acht Minuten garen, abgießen und abtropfen lassen. Mehl und zerbröselte Cornflakes in je einen tiefen Teller geben, in einem dritten Teller die Eier mit Milch und zwei Teelöffeln Salz verrühren. Die Selleriescheiben im Mehl, dann in der Eiermilch wenden. Wiederholen Sie den Vorgang und wenden Sie die Scheiben zum Schluss in den Cornflakes. Dann die Sellerieschnitzel mit Öl in einer Pfanne anbraten, bis sie goldbraun sind.
Raclette und Käsefondue
Auch Klassiker wie Raclette und Käsefondue sind für Menschen, die sich vegan oder vegetarisch ernähren, gut geeignet. Neben Gemüse, Brot und Tofuwürstchen sollten Hefeflocken oder Hefeschmelz bei einem Racletteessen mit Veganerinnen und Veganern nicht fehlen. Sie sorgen für eine würzige Käsenote. Veganen Käse – oder wie es im Handel häufig heißt: pflanzliche Käsealternativen – gibt es mittlerweile in fast jedem Supermarkt. Aber Raclette schmeckt Veganerinnen und Veganern auch mit leckeren Dips wie diesem hier, der einem Nachodip nachempfunden ist.
Und das brauchen Sie: 400 Gramm Kartoffeln, eine große Möhre, eine Zwiebel, 60 Gramm eingeweichte Cashewkerne Natur, 30 Gramm Hefeflocken, 50 ml pflanzliche Milch, nach Bedarf Knoblauch- und Zwiebelpulver, 3 Esslöffel Jalapeñosaft sowie 5 eingelegte Jalapeños, ein Esslöffel Zitronensaft, Salz und Pfeffer, Cayennepfeffer.
So gelingt’s: Gemüse schälen und in gleich große Würfel schneiden. Das Gemüse in einem Topf mit Wasser kochen, bis es weich ist. Abgießen und Kochflüssigkeit unbedingt auffangen! Anschließend in einem Mixer das Gemüse, die eingeweichten Cashews, fünf Jalapeñoringe und Hefeflocken mit etwa 100 ml der Kochflüssigkeit, Pflanzenmilch und Jalapeñosaft pürieren, bis es cremig ist. Mit Knoblauch- und Zwiebelpulver, Zitronensaft, Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer abschmecken. Warm servieren!
Und selbst fürs Käsefondue gibt es viele alternative vegane Rezepte. Das Internet wimmelt nur so vor Ideen für vegetarisches oder veganes Weihnachtsessen. Sollten Sie dennoch unsicher sein, was Ihre Gäste mögen, fragen Sie sie doch einfach. So wird Weihnachten für alle ein kulinarisches Fest.
RND