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Werben um Verständnis für Forstarbeiter
Gesperrte Wanderwege: Ilsetal aktuell „dicht“

Deutlich geprägt von den Forstarbeiten sind derzeit die Wanderwege in Wittgenstein.

sp Bad Berleburg/Bad Laasphe. Die Sonne ist immer häufiger am Himmel zu sehen, die Tage werden länger und wärmer. Ein Grund mehr, das Haus in Zeiten des Lockdowns zu verlassen und in die Natur zu gehen. In Wittgenstein gibt es zahlreiche Routen, die erwandert werden können – wären da nicht die Probleme mit dem Borkenkäfer und der Trockenheit.
Da ist zum Beispiel der Ilsetalpfad bei Feudingen. Er ist schön gelegen, im Wald, am Wasser, mit Aussichten. Der etwa 16 Kilometer lange Rundweg ist eine zertifizierte Rothaarsteig-Spur. Aber auch die Fichten im Ilsetal sind von den erwähnten Problemen nicht verschont geblieben – massive Forstarbeiten waren und sind nötig. Deshalb sind jetzt alle durch das Ilsetal verlaufenden Wander- und Radwege für eine unbestimmte Zeit gesperrt.

sp Bad Berleburg/Bad Laasphe. Die Sonne ist immer häufiger am Himmel zu sehen, die Tage werden länger und wärmer. Ein Grund mehr, das Haus in Zeiten des Lockdowns zu verlassen und in die Natur zu gehen. In Wittgenstein gibt es zahlreiche Routen, die erwandert werden können – wären da nicht die Probleme mit dem Borkenkäfer und der Trockenheit.
Da ist zum Beispiel der Ilsetalpfad bei Feudingen. Er ist schön gelegen, im Wald, am Wasser, mit Aussichten. Der etwa 16 Kilometer lange Rundweg ist eine zertifizierte Rothaarsteig-Spur. Aber auch die Fichten im Ilsetal sind von den erwähnten Problemen nicht verschont geblieben – massive Forstarbeiten waren und sind nötig. Deshalb sind jetzt alle durch das Ilsetal verlaufenden Wander- und Radwege für eine unbestimmte Zeit gesperrt. Es besteht ein generelles Betretungsverbot.

Der aktuelle Zustand der Wege

Der Ilsetalpfad ist aber nicht der einzige Weg, bei dem die Forstarbeiten deutliche Spuren hinterlassen haben. Ganze Wälder sind tot oder bereits verschwunden und die Fahrzeuge haben tiefe Furchen in die Wege gezogen. „Ein großer Teil unserer Wege ist betroffen“, sagt Hans-Hermann Weber vom SGV Oberes Lahntal, der rund 220 Kilometer Wanderweg betreut. Die Wege seien matschig, aber die Holzunternehmer seien darauf bedacht, sie schnell wieder herzurichten.
Volker Walther vom SGV Bad Laasphe und zugleich von der TKS Bad Laasphe GmbH spricht von einem „katastrophalen Zustand“ der Wege. Sie könnten nicht überall wieder hergerichtet werden – aus finanziellen Gründen. „Es ist einfach eine Ausnahmesituation“, die für viel Arbeit bei allen Beteiligten sorge, fasst der Touristiker zusammen. Die BLB-Tourismus GmbH bewirbt ein Wanderwegenetz von rund 1300 Kilometern. Der Zustand der Wege sei „den Umständen entsprechend“, formuliert es Geschäftsführer Andreas Bernshausen zurückhaltend.

Informationen zu Sperrungen

„Die erste Priorität ist immer, die Wanderwege offen zu halten“, so Bernshausen. Eine vollständige Sperrung eines touristischen Weges habe es in Bad Berleburg bislang nicht gegeben. Über Teilsperrungen werde informiert. Auch Hans-Hermann Weber betont, dass es das Ziel sei, die Wege offen zu halten. Umleitungen machten allerdings nicht immer Sinn, „manchmal geht das nicht, weil der ganze Hang gesperrt ist“. Wenn Sperrungen bekannt seien, werde darüber auf der Homepage oder an den Wandertafeln informiert. „Die Wegewarte sind fast täglich unterwegs und kontrollieren, ob die Wege frei sind.“ In jedem Fall aber, so betont der Feudinger, dürften Sperrungen nicht ignoriert werden. „Es ist lebensgefährlich dort herzulaufen, wenn da Forstarbeiten sind.“

"Wir sind nur Gäste im Wald"

Volker Walther sagt, dass der SGV manchmal erst spät mitbekomme, wo im Wald gearbeitet werde. „Für uns ist es frustrierend, wenn sich Leute beschweren und wir nur reagieren und nicht agieren können.“ Das sei kein Vorwurf an die Waldarbeiter, hebt Walther hervor. Sie hätten sicherlich andere Sorgen.
Der Rothaarsteigverein spricht von langen Kommunikationsketten, die es nicht möglich machten, über alle Sperrungen zu informieren. Aber auch der Verein sagt deutlich: „Wir sind nur Gäste im Wald.“ Und auch Andreas Bernshausen wirbt um Verständnis: „Wir müssen Rücksicht nehmen auf die Holzindustrie, die kämpfen ums Überleben.“
Der Geschäftsführer spricht in Sachen Informationsfluss hingegen von einem „hervorragenden Netzwerk“. Sperrungen würden schnell auf der Internetseite veröffentlicht – eine Garantie für Vollständigkeit gebe es aber nicht. Die Vereine und Touristiker empfehlen die App bzw. Homepage www.outdooractive.com. Dort sind Wege beschrieben und mit aktuellen Hinweisen versehen. Außerdem besteht die Möglichkeit, Sperrungen zu melden. Eine wichtige Rolle spielen zudem soziale Medien, über die informiert wird.

Freie Wege

Wer nicht darauf verzichten möchte, rund um Feudingen zu wandern, der kann dort die mit einem „F“ gekennzeichneten Wege gehen. Sie haben eine Länge von etwa sechs bis 14 Kilometer. In Bad Laasphe kann derzeit der L1 ohne Probleme erwandert werden. „Das ist der beliebteste Weg“, so Volker Walther.

Autor:

Sarah Panthel (Redakteurin) aus Siegen

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