Viele warme Tage mit teils heftigen Gewittern
Juni macht das kalte Frühjahr vergessen

Besonders rund um die Monatsmitte zeigte sich der Juni überaus sonnig und warm. Erst zum Monatsende wurde es dann insgesamt wechselhafter.
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  • Foto: Julian Pape
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sz Wittgenstein. Nach zwei in Zeiten der Klimaerwärmung ungewöhnlich kühlen Monaten kehrte der Juni mit einer positiven Abweichung von knapp 4 Grad in das alte Muster zurück. Dazu begleiteten uns viele warme Tage mit heftigen Gewitterniederschlägen. Die Sonne zeigte sich rund 30 Stunden länger als üblich. Das ergaben die Messungen und Beobachtungen des Wetterportals Wittgenstein.

Mit einer Mitteltemperatur von 15,8 Grad an der Vergleichsstation Kahler Asten war der Monat um 4,9 Grad wärmer als im Mittel 1961 bis 1990 – Jahrzehnte, die vom Klimawandel noch weitgehend unbeeinflusst waren. Im Vergleich zu den vergangenen 30 Jahren lag die negative Abweichung bei etwas geringeren 3,7 Grad. In den Wittgensteiner Tälern lag der Mittelwert in Feudingen beispielsweise bei 17,2, in Erndtebrück bei 17 und in Schwarzenau bei 17,6 Grad.

20-Grad-Marke auch in höheren Regionen überschritten

Der Juni begann mit einer letzten kalten Nacht quasi als Erinnerung an den fast noch spätwinterlich kühlen Mai. Vor allem in den Tälern unserer Region wurden gleich die tiefsten Temperaturen des gesamten Monats gemessen. So zum Beispiel in Benfe mit genau 0,0 Grad in zwei Meter Höhe und -1,7 Grad direkt über dem Erdboden. Dann allerdings ging es mit viel Sonnenschein deutlich nach oben und so wurde bereits am 3. Juni mit 25,1 Grad in Elsoff ein offizieller Sommertag gemessen. Selbst in den höchsten Lagen der Region wurde die 20-Grad-Marke deutlich überschritten. Nach einer kurzen etwas kühleren Phase setzte dann etwa ab dem 10. Juni die hochsommerliche Monatsmitte ein, die letztendlich am 17. und 18. Juni mit den wärmsten Tagen des Monats gipfelte.

An der Skihütte Pastorenwiese in 700 Metern Höhe wurde ein heißer Tag mit 29,7 Grad nur knapp verfehlt. Je weiter man ins Tal kam, desto wärmer wurde es natürlich und in Erndtebrück kletterte das Thermometer bis auf 30,8 Grad. Dotzlar kam auf 31,5 Grad und an der Eder in Schwarzenau wurden sogar 31,6 Grad gemessen. Beendet wurde diese Phase in der Nacht zum 20. Juni mit heftigen Schauern und Gewittern, anschließend folgten einige kühlere und bewölkte Tage bevor es kurz vor dem Monatsende wieder deutlich nach oben ging.

Überdurchschnittliche Zahl an warmen Tagen

Zum Schluss des Monats wurde verbreitet eine überdurchschnittliche Zahl an warmen und sommerlichen Tagen registriert. So kam die Wetterstation in Bad Berleburg auf 24 Tage mit mehr als 20 Grad und auf zwölf Tage mit mehr als 25 Grad. Erfreulich für die Natur waren nach dem bereits recht nassen Mai die durchschnittlichen bis überdurchschnittlichen Niederschlagsmengen. Nur an wenigen Orten wurde die mittlere Monatsmenge nicht erreicht. Am wenigsten Niederschlag gab es beispielsweise rund um Dotzlar und Bad Laasphe mit nur etwa 45 Liter pro Quadratmeter, schon in Bad Berleburg waren es aber 75 und in Birkelbach sogar 110 Liter pro Quadratmeter. So verwundert es nicht, dass auch diese Orte diejenigen waren, die von den kräftigsten Gewittergüssen erwischt wurden. So fielen hier vor allem in der Nacht zum 20. Juni bei einer intensiven Blitzrate in nur zwei Stunden teilweise 40 Liter pro Quadratmeter.

Juni war ein windschwacher Monat

Trotz dieser Gewitter, die örtlich begrenzt für stürmische Windböen sorgten, war der Juni insgesamt ein äußerst windschwacher Monat. So muss man knapp drei Jahre zum Juli 2018 zurückblicken, um einen noch etwas windschwächeren Monat zu finden. So kam die Station in Benfe nur auf eine mittlere Windgeschwindigkeit von 4,2 km/h. Zum Vergleich: In einem richtig windigen Monat wie dem Februar 2020 war es mit 12,4 km/h fast die dreifache Geschwindigkeit.

Vor allem aufgrund der hochsommerlichen Phase rund um die Monatsmitte war der Juni etwas sonniger als normal. So wurden knapp über 200 Sonnenstunden registriert und damit rund 30 Stunden mehr als im Durchschnitt der vergangenen 30 Jahre zu erwarten gewesen wäre.

Autor:

Redaktion Wittgenstein aus Bad Berleburg

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