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Wittgensteiner SPD schreibt NRW-Regierung an
Kürzere Wege gefordert

Die Wittgensteiner SPD hält das Impfzentrum in Eiserfeld für die Wittgensteiner Bürger als zu weit entfernt.
  • Die Wittgensteiner SPD hält das Impfzentrum in Eiserfeld für die Wittgensteiner Bürger als zu weit entfernt.
  • Foto: Axel Williams
  • hochgeladen von Marc Thomas

bw Wittgenstein. Während die heimische Landtagsabgeordnete Anke Fuchs-Dreisbach (CDU) in der Siegener Zeitung die Idee eines Impfzentrums für Wittgenstein als „inzwischen überholt“ bezeichnete und andere Lösungen, etwa mit Impfungen im Krankenhaus oder beim Hausarzt favorisiert, untermauert die Wittgensteiner SPD ihre Forderung, auch im Altkreis ein Impfzentrum oder aber zumindest eine Außenstelle einzurichten.

So haben die Sozialdemokraten nun einen Brief sowohl an Ministerpräsident Armin Laschet als auch an Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann gesendet und in diesem die Problematik der schwierigen Erreichbarkeit von Corona-Schutzimpfungen aus dem Raum Wittgenstein geschildert.

bw Wittgenstein. Während die heimische Landtagsabgeordnete Anke Fuchs-Dreisbach (CDU) in der Siegener Zeitung die Idee eines Impfzentrums für Wittgenstein als „inzwischen überholt“ bezeichnete und andere Lösungen, etwa mit Impfungen im Krankenhaus oder beim Hausarzt favorisiert, untermauert die Wittgensteiner SPD ihre Forderung, auch im Altkreis ein Impfzentrum oder aber zumindest eine Außenstelle einzurichten.

So haben die Sozialdemokraten nun einen Brief sowohl an Ministerpräsident Armin Laschet als auch an Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann gesendet und in diesem die Problematik der schwierigen Erreichbarkeit von Corona-Schutzimpfungen aus dem Raum Wittgenstein geschildert. Das Schreiben wurde von den drei SPD-Fraktionsvorsitzenden Andreas Meinecke (Bad Berleburg), Samir Schneider (Bad Laasphe) und Tim Saßmannshausen (Erndtebrück) unterzeichnet und geht in Kopie an die Landtagsabgeordneten Anke Fuchs-Dreisbach (CDU) Gordon Dudas (SPD) und Landrat Andreas Müller (SPD).

Auffällig ist allerdings, dass die Sozialdemokraten das Wort „Impfzentrum“ nicht erwähnen. Sie fordern, „Alternativen für den ländlichen Raum zu entwickeln, die auf eine Erreichbarkeit der Impfungen mit öffentlichen Verkehrsmitteln in maximal einer Stunde hinauslaufen“. Wenn ein solcher wohnortnaher und barrierefreier Zugang zur Impfung nicht zeitnah umgesetzt werde, „sehen wir das Erreichen des Impfziels von 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung für unmöglich an“, heißt es in dem Brief weiter. „Dem Verfassungsgrundsatz gleichwertiger Lebensbedingungen, besonders in der Daseins- und Gesundheitsvorsorge, werden die Planungen nicht gerecht“, argumentieren die Genossen.

"Wir halten das für die älteren Mitbürger nicht zumutbar"

Für viele Bürger in Wittgenstein werde das Impfzentrum in Eiserfeld nur schwer bis gar nicht erreichbar sein. „Bereits bei einfacher Betrachtung der Verteilung der Impfzentren in Nordrhein-Westfalen fällt sofort auf, dass keine Region in NRW weiter vom jeweils zuständigen Impfzentrum entfernt liegt, als die Ortschaften im nördlichen und östlichen Wittgenstein“, erläutern die drei Sozialdemokraten den Grund für ihre Forderung an das Land, das bisher nur ein Impfzentrum pro Landkreis als zulässig erklärt hat.

Wer einen eigenen Pkw habe, könne das Impfzentrum von Wittgenstein aus in 45 bis 60 Minuten erreichen, sofern Witterung und Verkehrslage dies zulassen. Für Bürger, die nicht über ein eigenes Fahrzeug verfügen, bedeutet allerdings die einfache Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln eine Anreise von teilweise über drei Stunden. Wenn der Impftermin nachmittags ist, könnte eine Rückfahrt am gleichen Tag nicht mehr möglich sein. „Wir halten das insbesondere für die Gruppe der älteren Mitbürger für nicht zumutbar.“

Die geplanten mobilen Impfteams, die die Impfungen in den Alten- und Pflegeheimen übernehmen sollen, sind aus Sicht der Wittgensteiner SPD zwar ein guter Ansatz, aber nicht die alleinige Lösung. „Gerade bei uns auf dem Land werden viele ältere Menschen zuhause von der Familie gepflegt und betreut oder können noch alleine und selbstständig leben und sich so wohnortnah versorgen.“ Diese Hochrisikogruppe werde allerdings von den mobilen Impfteams nicht erfasst und die Hausärzte seien bei der Impfung nach den aktuellen Plänen zunächst außen vor.

Autor:

Björn Weyand (Redakteur) aus Bad Laasphe

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