Neustart nach dem Stillstand
Kulturring blickt auf "bittere Zeit"

schn Bad Laasphe. Lückenhaft, so präsentierte sich das von der Corona-Pandemie geprägte kulturelle Leben in Bad Laasphe in den vergangenen beiden Jahren, entsprechend fragmentarisch fiel auch der Jahresbericht von Wolfgang Gerber bei der ersten Jahreshauptversammlung des Kulturrings seit 2019 aus. Von Ende März 2020 bis August und dann wieder von Oktober bis September 2021 stand der Kulturbetrieb in der Lahnstadt komplett still. Es sei eine „bittere Zeit“ gewesen, so fasste es der Vorsitzende zusammen. Als besonders bedauerlich empfand er es, dass beispielsweise das Benefizkonzert zugunsten der alten Synagoge in Bad Laasphe ausfallen musste.
Doch der Kulturring ließ sich auch in dieser trostlosen Zeit nicht entmutigen und wurde belohnt – kurzzeitig zumindest. „Ende August 2020 haben wir den Neustart gewagt“, berichtete Gerber. Auch an größere Konzerte hätten sich die Laaspher wieder herangetraut, die Philharmonie spielte etwa in einer reduzierten Besetzung und mit einem aufwendigen Sicherheitskonzept. Im Zuschauerraum durften statt der üblichen 30 Personen nur 18 Zuschauer pro Reihe Platz nehmen. Doch das Intermezzo im vergangenen Spätsommer sollte ein kurzes bleiben, ab Oktober folgte die nächste Zwangspause, die bis vor wenigen Tagen anhielt.
Erfreulich: Aktuell zählt der Kulturring 140 Mitglieder, die Abgänge konnten durch neue Mitglieder ausgeglichen werden. Das sei ein gutes Zeichen für ein beständiges Interesse an der Arbeit des Vereins, stellte der Vorsitzende fest.
In seinem Jahresausblick rückte Wolfgang Gerber zwei Veranstaltungen in den Mittelpunkt: So habe man im kommenden Jahr mit Tobias Beitzel einen heimischen Künstler für einen Auftritt gewinnen können. Als das Angebot kam, habe er spontan zugesagt, zeigte sich Gerber erfreut. Einen Termin stimme man derzeit noch ab.
Ein anderes kulturelles Highlight wirft indes bereits konkret seine Schatten voraus: Am 3. Oktober, also schon in rund einer Woche, feiert man in Bad Laasphe den ganzen Tag die deutsche Einheit. „Vor gut 30 Jahren haben wir eine nicht beurkundete Städtepartnerschaft mit Löwenberg in Brandenburg begonnen“, so erläuterte Otto Düsberg die Hintergründe. Seither begeht man mit wechselseitigen Aktionen den Tag der Deutschen Einheit. In diesem Jahr geht es mit einem Festgottesdienst los, dessen Predigt von Pfarrer Gabriel aus Löwenberg gehalten wird. Solisten werden den Gesang übernehmen, da wegen der Corona-Bedingungen noch auf das Singen der Gemeinde verzichtet wird. Die gleichen Solisten gibt es am Abend gleich noch einmal zu hören, dann gemeinsam mit der Philharmonie Südwestfalen. Das werde ganz sicher ein besonderes Ereignis, war sich Düsberg sicher. Gerne hätte man auch im vergangenen Jahr ein Konzert zum 3. Oktober gegeben, dort hätte man dann auch 40 Jahre Partnerschaft mit Tamworth und 30 Jahre Partnerschaft mit Chateauneuf feiern wollen.
Wahlen
Mit Marika Letzel wurde eine neue Beisitzerin berufen, die die Nachfolge von Uta Gundel antritt.

Autor:

Guido Schneider aus Siegen

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