Corona-Pause genutzt
Prominente Unterstützung für Schlagzeuger Jan-Patrick Wallentin

Jan-Patrick Wallentin aus dem benachbarten hessischen Hinterland ist in Wittgenstein kein Unbekannter. Die Bühne teilt er sich mit bekannten Größen – etwa mit der britischen Sängerin Natasha Bedingfield beim ZDF-Fernsehgarten.
  • Jan-Patrick Wallentin aus dem benachbarten hessischen Hinterland ist in Wittgenstein kein Unbekannter. Die Bühne teilt er sich mit bekannten Größen – etwa mit der britischen Sängerin Natasha Bedingfield beim ZDF-Fernsehgarten.
  • Foto: privat
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

lh Biedenkopf. „Machst du eigentlich noch Musik? – Klar mache ich noch Musik! Nachdem diese Frage gerade in der aktuellen Zeit häufig an Jan-Patrick Wallentin herangetragen wurde, nutzte er jetzt die Zeit, um seine Heimatregion rund um seine Arbeit als Schlagzeuger und Musiker auf den neusten Stand zu bringen. „Die Pause zum Durchatmen war nach 15 Jahren, in denen ich neben Schulzeit, Abitur, Studium und Vollzeit-Job regelmäßig auf der Bühne saß, wichtig, aber so langsam kann es mal wieder losgehen“, resümiert Jan-Patrick Wallentin die Corona-Pandemie. Im Gegensatz zu vielen anderen Musikern, deren Existenz bis zum jetzigen Zeitpunkt massiv gefährdet ist, ließ der gebürtige Biedenkopfer und leidenschaftliche Schlagzeuger nicht die Trommelstöcke hängen, sondern nutzte die Zeit, um sich in neue musikalische Projekte zu vertiefen.

Jan-Patrick Wallentin nutzt Corona-Zeit für neue Projekte

Auch wenn auf den Bühnen der Nation weitestgehend Stillstand herrschte, widmete sich Jan-Patrick Wallentin insgesamt drei neuen, spannenden Projekten, die er gemeinsam mit befreundeten hochkarätigen Musikern als Videos auf seinem Youtube-Kanal und auf seinen Social-Media-Seiten bei Instagram und Facebook veröffentlichte. Kurz bevor die Corona-Pandemie Anfang 2020 die Kulturbranche zum Erliegen brachte, konnte Wallentin in den vergangenen zwei bis drei Jahren seine persönlichen Höhepunkte einer noch jungen Karriere als Drummer erleben, für die er häufig die hessische Landesgrenze überschritt. Rund 40 Shows spielt er normalerweise im Jahr, was regelmäßig für einen vollen Terminkalender sorgt.

Natasha Bedingfield als prominente Unterstützung

2018 spielte er gemeinsam mit dem amerikanischen Künstler LAUV einen Auftritt beim Radio-Regenbogen-Award im Europapark in Rust, der als bekanntes Musik- und Medienereignis etwa mit der früheren Echo-Preisverleihung vergleichbar ist. Im Rahmen dieser Gala wurde LAUV, unter anderem durch seine Chart-Single „I like me better“, als „Bester Newcomer international“ ausgezeichnet, was für Wallentin als sein Schlagzeuger des Abends eine besondere Ehre bedeutete. Während des Events teilte er sich die Bühne mit bekannten Größen wie Johannes Oerding, Wincent Weiss oder Nico Santos. 2019 zog es den talentierten Mittelhessen schließlich musikalisch nach Mainz, wo er gemeinsam mit der britischen Sängerin und Songwriterin Natasha Bedingfield im ZDF-Fernsehgarten auftrat. Bekannt wurde sie in den 2000ern durch den Hit „These Words“, gefolgt von den Chart-Songs „Unwritten“ und „Soulmate“, mit denen sie große Erfolge feierte. „Schon bei den Proben hat sie uns mit ihrer Stimme alle vom Hocker gehauen!“, staunte Jan-Patrick Wallentin und machte deutlich, dass die Arbeit mit professionellen Musikern und Sängern eine vollkommen neue Ebene für ihn eröffnete. „Man bekommt ein ganz neues Gefühl und Verständnis für Erfolg und was alles dahinter steht“, berichtet er über seine Erlebnisse.

Corona unterbrach die Bühnenkarriere schlagartig

Mit Einbruch der Corona-Pandemie wurde auch Wallentins Bühnenkarriere schlagartig unterbrochen, was ihn aber nicht aus der Bahn warf, sondern zum Umdenken bewegte: „Corona kam für mich zum richtigen Zeitpunkt!“, erklärt der Biedenkopfer Schlagzeuger. Gemeint ist damit, dass er nach rund 15 Jahren auf der Bühne eine längere Pause dringend brauchte und die Zeit im ersten Lockdown tatsächlich zum Durchatmen nutzte und seine Arbeit neu strukturierte.

Schon länger pflegte der nebenberufliche Drummer den Traum, mehr Zeit in das Recording von Musikprojekten zu investieren. Daraufhin startete er im Oktober 2020 sein erstes Drum-Cover in Eigenregie und nahm seine persönliche Version des Titels „Kings and Queens“ von Ava Max auf. Direkt nach der Veröffentlichung hagelte es positive Rückmeldungen und viel Lob. Die Inspiration dafür kam durch die Netflix-Dokumentation „Wie ein Fremder“, die sich mit dem Leben des Künstlers befasst und seinen Werdegang als Musiker mit allen Höhen und Tiefen erzählt. Mit „Home“ verbindet Wallentin, dass wir alle in der jetzigen Zeit den Großteil unseres Lebens in den eigenen vier Wänden verbringen und vor allem auch, dass wir nach der Pandemie auch hoffentlich noch alle unser Zuhause behalten werden. Die Aufnahme übernahm Nils Enners, der den Song im Northroad Recording Studio in Breidenbach ebenfalls abmischte und „masterte“.

"Mit Videos möchte ich auf jeden Fall weitermachen"

Für die Filmaufnahmen war Videoproduzent Janek Adelhelm verantwortlich. Nachdem er die vergangene Staffel von „The Voice of Germany“ verfolgt hatte, fiel ihm besonders Sängerin Lorena Daum bei den Sing-Offs ins „Ohr“, woraufhin er sie für ein gemeinsames Projekt anfragte. Nach der Zusage von Lorena, die während der TV-Show zum Team von Rea Garvey und dem ehemaligen „Sunrise Avenue“-Sänger Samu Haber gehörte, dauerte es nur vier Monate, bis das gemeinsame Projekt im Kasten war. Mit „Wear your mask“ haben sie gleichzeitig eine Hommage an die Sängerin „PINK“ ausgesprochen, deren Originalsong „Raise your glass“ schon vor einigen Jahren einschlug wie eine Bombe, und auf der anderen Seite einen aussagestarken Appell an die Menschen in der Corona-Zeit gerichtet. Gemeinsam mit seinem Kumpel und Musiker-Kollegen Patrick Jentzsch als Gitarrist wurde die Corona-Version des Liedes vervollständigt.

Für den nötigen Abstand, nahmen alle Beteiligten ihre Tonspuren in ihren heimischen Studios und Proberäumen auf und tauschten sich über E-Mails, Whatsapp-Nachrichten und Dropbox-Links aus. Nach diesen neuen Erfahrungen ist sich Jan-Patrick Wallentin sicher: „Mit den Videos möchte ich auf jeden Fall weitermachen, aber nicht ausschließlich. Ich würde gerne so schnell wie möglich wieder auf die Bühne“, beschließt der leidenschaftliche Drummer sein Fazit.

Autor:

Redaktion Wittgenstein aus Bad Berleburg

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