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Wichtig für Tourismus in Wittgenstein
Waldwege schnell wieder reparieren

Im Moment verlaufen zahlreiche beliebte Wanderwege, wie etwa der „Kleine Rothaar“ bei Heiligenborn (im Bild), durch von Forstarbeiten gezeichnete Areale.
  • Im Moment verlaufen zahlreiche beliebte Wanderwege, wie etwa der „Kleine Rothaar“ bei Heiligenborn (im Bild), durch von Forstarbeiten gezeichnete Areale.
  • Foto: Björn Weyand
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

bw Bad Berleburg/Bad Laasphe/Erndtebrück. Waldwege sind nicht nur die Lebensadern der Forstwirtschaft, wie Johannes Röhl sie treffend bezeichnet, sondern auch Lebensadern der Naherholung und des Tourismus in der Region. Deshalb haben gerade die Wittgensteiner Kommunen ein großes Interesse, dass die Wege in einem guten Zustand sind und zum Wandern oder zum Radfahrern genutzt werden können. Für die Stadt Bad Berleburg ist eines klar, wie es Pressesprecher Timo Karl formuliert: „Die Sanierung der Wege und der Infrastruktur kann und wird nur gemeinsam gelingen und unter Berücksichtigung aller Interessen der Naturparke, der Touristikverbände, der Waldbesitzer und letztlich aller Menschen.

bw Bad Berleburg/Bad Laasphe/Erndtebrück. Waldwege sind nicht nur die Lebensadern der Forstwirtschaft, wie Johannes Röhl sie treffend bezeichnet, sondern auch Lebensadern der Naherholung und des Tourismus in der Region. Deshalb haben gerade die Wittgensteiner Kommunen ein großes Interesse, dass die Wege in einem guten Zustand sind und zum Wandern oder zum Radfahrern genutzt werden können. Für die Stadt Bad Berleburg ist eines klar, wie es Pressesprecher Timo Karl formuliert: „Die Sanierung der Wege und der Infrastruktur kann und wird nur gemeinsam gelingen und unter Berücksichtigung aller Interessen der Naturparke, der Touristikverbände, der Waldbesitzer und letztlich aller Menschen.“

Bad Berleburg hat großes Interesse an guten Waldwegen

Gerade Bad Berleburg hat ein enormes Interesse an guten Waldwegen. Momentan läuft etwa die Zertifizierung als Premiumwanderort – zahlreiche Premiumwanderwege gibt es bereits im Stadtgebiet, weitere sollen folgen.

„Hullerkeppe“ ein Premium-Wanderweg

Aus dem Grund ist die Stadt angesichts der derzeitigen Lage aktiv dabei, die Premiumwanderwege verkehrssicher zu halten. Klar sei jedoch auch, dass der Umfang der zu sanierenden Waldwege bisher auch nicht ansatzweise bekannt sei, zumal die Forstarbeiten noch gar nicht abgeschlossen sind. Das bedeutet, dass manche Wege kurzfristig nicht mehr verkehrssicher sein können. „Gerade deshalb sind wir auf die Mithilfe aller Menschen angewiesen – einerseits indem Schäden auf ein Minimum begrenzt und sofort beseitigt werden, andererseits auch, indem Nutzer Informationen von Gefahrenstellen an die Stadt oder die BLB-Tourismus GmbH weiterleiten“, erläutert Timo Karl. „Das funktioniert momentan sehr gut, auch weil sich Stadt, Rentkammer und die Ortschaften im permanenten Austausch befinden.“ Die BLB-Tourismus GmbH hat auch ehrenamtliche Wegpaten installiert, die den Zustand der Wege im Blick haben und Rückmeldung bei größeren Problemen geben, die dann im Internet über alle Kanäle verbreitet werden.

Bad Berleburg greift nach Fördergeldern

Bad Berleburg ist schon seit einiger Zeit bestrebt, für den Bereich der touristischen Infrastruktur Fördergelder zu erhalten. „Aus unserer Sicht ist es erforderlich, ein Sanierungsprogramm für Schadwege im Dialog mit allen Betroffenen aufzustellen“, teilt die Stadt mit. Eine solche Initiative haben die südwestfälischen Kreise mit den Naturparken Sauerland Rothaargebirge, Arnsberger Wald und Diemelsee sowie der Waldbauernverband NRW gestartet.

Auch Stadt und TKS Bad Laasphe bereiten die stark beanspruchten Wege Sorgen – dazu zählen nicht nur private Wald-, sondern auch die städtischen Wirtschaftswege, wie Kämmerer Manfred Zode verrät: „Die Herrichtung der Wege dürfte zum Abschluss der Kalamität sicherlich eine Herkulesaufgabe werden. Hier hoffen sicherlich nicht nur wir auf Fördermittel.“ Auch TKS-Chefin Signe Friedreich hofft darauf, dass die Wege so schnell wie möglich wieder in einen begehbaren Zustand versetzt werden – vor allem die zertifizierten Wanderwege, da diese in besonderem Maße ein Aushängeschild von Bad Laasphe sind und die TKS mit ihnen touristisch wirbt.

Waldbesitzer bilden Rücklagen für die Waldwege

Um eine Beseitigung der Schäden auf den Waldwegen zu bewerkstelligen, haben übrigens die Mitglieder der Waldbesitzervereinigung Wittgenstein schon freiwillige Rücklagen für die Instandsetzung gebildet – schon vor der Borkenkäferkalamität. Von jedem verkauften Festmeter Holz wird im WBV 1 Euro für Wegeinstandsetzung einbehalten. Zusätzlich bemüht sich aber die Vereinigung um Fördermittel für den Wegebau, denn die Gelder werden wohl kaum für die Sanierung reichen. „Die derzeitige Situation ist mit diesem einen Euro auch überhaupt nicht zu bezahlen, obwohl viel Holz vermarktet worden ist“, sagt Manfred Zode, der noch viele offene Punkte sieht.
Der Gemeinde Erndtebrück ist auch daran gelegen, dass die Wege aus touristischer Sicht in einem möglichst guten Zustand seien. „Dennoch haben wir größtes Verständnis dafür, dass für das Abfahren des Holzes auch Wege massiv in Anspruch genommen werden müssen.“ Im Moment liege nun der Fokus darauf, die entstandenen Schäden zu erfassen. Außerdem werden schon Möglichkeiten geprüft, wie gemeinsam mit anderen Akteuren anschließend ein attraktives Wegenetz wiederhergestellt werden kann.

Autor:

Björn Weyand (Redakteur) aus Bad Laasphe

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