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Breitband-Ausbau in letzten Zügen
Wittgenstein bald fleckendeckend am Glasfasernetz

Die Breitband-Versorgung in Wittgenstein ist so gut wie abgeschlossen. Bis zum zweiten Quartal sollen alle Ort-schaften angeschlossen sein – auch die letzten wie Saßmannshausen, Niederlaasphe, Bernshausen, Oberndorf, Holzhausen und Steinbach.
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  • Die Breitband-Versorgung in Wittgenstein ist so gut wie abgeschlossen. Bis zum zweiten Quartal sollen alle Ort-schaften angeschlossen sein – auch die letzten wie Saßmannshausen, Niederlaasphe, Bernshausen, Oberndorf, Holzhausen und Steinbach.
  • Foto: privat
  • hochgeladen von Katja Fünfsinn (Redakteurin)

howe Wittgenstein. Viele weiße Flecken gibt es auf dem Ausbauplan von Westnetz und Kreis nicht mehr. Noch in diesem Monat März sollen Saßmannshausen, Niederlaasphe (Amalienhütte), Bernshausen und Oberndorf mit Breitband versorgt werden. Im April werden nur noch Holzhausen und Steinbach in Betrieb genommen. Dann ist auf der Wittgensteiner Karte alles grün: „fertig“. „Der Aufbau der FTTC- und FTTB-Breitband-Infrastruktur ist fast abgeschlossen“, freut sich Westnetz-Pressesprecher Christoph Brombach. Mit der Fertigstellung dürfte im 2. Quartal dieses Jahres gerechnet werden, sodass Wittgenstein rundum versorgt wäre.

howe Wittgenstein. Viele weiße Flecken gibt es auf dem Ausbauplan von Westnetz und Kreis nicht mehr. Noch in diesem Monat März sollen Saßmannshausen, Niederlaasphe (Amalienhütte), Bernshausen und Oberndorf mit Breitband versorgt werden. Im April werden nur noch Holzhausen und Steinbach in Betrieb genommen. Dann ist auf der Wittgensteiner Karte alles grün: „fertig“. „Der Aufbau der FTTC- und FTTB-Breitband-Infrastruktur ist fast abgeschlossen“, freut sich Westnetz-Pressesprecher Christoph Brombach. Mit der Fertigstellung dürfte im 2. Quartal dieses Jahres gerechnet werden, sodass Wittgenstein rundum versorgt wäre.

177 Kilometer Leerrohrtrassen verlegt

Insgesamt wurden bisher im kreisweiten Förderprojekt vom regionalen Verteilnetzbetreiber Westnetz, ein Tochterunternehmen der Westenergie, 258 Kilometer Leerrohrtrassen gelegt, davon rund 177 Kilometer allein in der Region des Altkreises Wittgenstein. Die erschlossenen Trassen starten im Bereich Hilchenbach und ziehen sich über Erndtebrück nach Bad Berleburg und Bad Laasphe. Im Rahmen dessen wurden bereits ca. 95 Prozent der FTTB- und ca. 99 Prozent der FTTC-Adressen des Projektes an die schnelle Datenautobahn angeschlossen. „Zum Projektabschluss werden nun die Arbeiten in Steinbach und Holzhausen (FTTB) sowie Bernshausen (FTTC) finalisiert“ und womöglich offene Einzelanschlüsse bearbeitet. Beim FTTC-Anschluss sind je nach Lage Internetgeschwindigkeiten von bis zu 250 Megabit pro Sekunde möglich, wohingegen beim FTTB-Ausbau je nach Wunsch bis zu 1 Gigabit pro Sekunde möglich sind. Es ist zu beachten, dass hierbei kein passiver Nutzen des Highspeed-Anschlusses erzeugt wird. Vielmehr müssen die Bürgerinnen und Bürger aktiv ein Produkt bei einem entsprechenden Anbieter buchen, um in den Genuss der neuen Strukturen zu kommen.

Mehr Felsgestein als erwartet

Ein Projekt von solcher Größenordnung ist seiner Natur gemäß mit vielen Herausforderungen verbunden. „Unter anderem ist der entgegen den bereits erhöhten Erwartungen kalkulierte Felsanteil im Tiefbau deutlich höher ausgefallen“, weiß Christoph Brombach. Dies habe den Projektfortschritt vor große Hürden gestellt, die es zu überwinden galt. Auch wirkten sich die im Projektverlauf auftretenden synergetischen Mitlegungen (wie etwa Kanal, Wasser, etc.) auf das vorhandene Zeitfenster aus, da verständlicherweise zum Teil neu ausgebaute Straßen nicht mehrfach geöffnet werden sollten. Hingegen konnte das Thema Corona durch geeignete Hygienekonzepte gut bewältigt werden, sodass auch bis heute der FTTB-Ausbau fortschreiten konnte. Außerdem mussten innerhalb des Projektes aufgrund technischer Änderungen teilweise als FTTC geplante Gebiete in höherwertige FTTB-Technik umgestellt, beplant und gebaut werden. So geschehen in Niederlaasphe (Grenzweg, Roßbergstraße, Wallauer Straße, etc). Die Arbeiten konnten dort in enger Zusammenarbeit zwischen Kreis, Kommune und Westnetz sehr kurzfristig umgesetzt werden, sodass die Fertigstellung innerhalb der nächsten Woche stattfinden wird. Kunden können sich bei technischen Fragen an die speziell eingerichtete E-Mail-Adresse wenden: highspeed-kreis-siwi@westnetz.de. Infos über den aktuellen Stand der Ausbauplanung gibt es unter www.siegen-wittgenstein.de.

FTTC vs. FTTB

Zum Hintergrund: Beim sogenannten FTTC-Ausbau („Fibre-To-The-Curb“ = Glasfaser bis zum Bordstein bzw. bis in den Ort) werden die Glasfaseranschlüsse bis in die neuen Multifunktionsgehäuse (MFG) gelegt und von dort mittels Kupferkabel mit den Hausanschlüssen verbunden. Physikalisch gesehen passiert im MFG folgendes: Die optischen (Licht)-Signale werden in elektrische Signale umgesetzt und gleichzeitig kommt das Vectoring-Verfahren zum Einsatz, das die elektromagnetischen Störungen unterdrückt, um per Kupferkabel und Telefon-Anschluss schnelles Internet zu gewährleisten. Der FTTB-Ausbau („Fibre-To-The-Building”) hingegen garantiert einen direkten Glasfaseranschluss bis ins Gebäude. Dabei werden die Glasfaserleitungen aus einem zentralen POP („point of presence“) über einen Glasfaserverteilerschrank (GVS) ins Gebäude geführt. Dadurch können auch zukunftsfähig große Datenmengen bis zum Endkunden transportiert werden.

Die Breitband-Versorgung in Wittgenstein ist so gut wie abgeschlossen. Bis zum zweiten Quartal sollen alle Ort-schaften angeschlossen sein – auch die letzten wie Saßmannshausen, Niederlaasphe, Bernshausen, Oberndorf, Holzhausen und Steinbach.
Insgesamt wurden 258 Kilometer Leerrohrtrassen gelegt, davon rund 177 Kilometer allein in der Region des Altkreises Wittgenstein.
Autor:

Holger Weber (Redakteur) aus Wittgenstein

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