Newcomer und bekannte Größen

Nadal, James und Co.: Auf diese Stars schaut die Welt bei Olympia

Sie gehören zu den bekanntesten Gesichtern der Olympischen Spiele: Rafael Nadal (l.) und LeBron James.

Jeder will sie sehen: Basketballer LeBron James, Turnerin Simone Biles und Tennisspieler Rafael Nadal. Gestandene Sportlerinnen und Sportler ziehen die Massen an. Auch junge Aktive wie die 16-jährige Sky Brown können in Trendsportarten schon Legenden sein. Ihre Teams hoffen darauf, dass sie ihre Olympiasiege wiederholen können oder erstmals oben auf dem Treppchen stehen werden.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Noah Lyles, Leichtathletik

„Ich will alles gewinnen und zum Superstar von Paris werden“: Mit dieser Ansage tritt US-Sprinter Noah Lyles bei Olympia an. Er ist auf dem besten Weg, nicht nur in Sachen Selbstbewusstsein zum Nachfolger von Usain Bolt zu werden. Bei der WM im Vorjahr gewann Lyles als Erster nach dem Jamaikaner Bolt das Triple-Gold aus 100, 200 und 4×100 Metern. In Paris würde er am liebsten zusätzlich in der 4×400-Meter-Staffel starten. Die Form für den großen Olympiacoup stimmt: Mit der persönlichen Bestzeit von 9,83 Sekunden gewann der 27-Jährige die US-Trials. Konkurrenz für die Starrolle in der Leichtathletik kommt unter anderem vom schwedischen Stabhochsprung-Serienweltrekordler Armand Duplantis.

LeBron James, Basketball

„Wunderkind“ Victor Wembanyama für Gastgeber Frankreich, Dennis Schröder für Weltmeister Deutschland – im olympischen Basketballturnier tummeln sich die Weltstars des Korbsports. Die größte Stardichte gibt es jedoch bei den USA, für die der dreimalige Olympiasieger Kevin Durant und der zweifache Weltmeister Stephen Curry auflaufen werden. Topstar des Dream Teams ist jedoch die Legende LeBron James, der in der ewigen Rangliste der nordamerikanischen Profiliga NBA der Spieler mit den meisten Punkten ist. Der 2,06-Meter-Riese von den Los Angeles Lakers wurde je viermal NBA-Champion und MVP (wertvollster Spieler) in der besten Liga der Welt. Olympiagold hat der Multimillionär bereits 2008 und 2012 gewonnen. Paris wird für den 39-Jährigen der Abschiedsauftritt im US-Team sein.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Rafael Nadal, Tennis

Das olympische Tennisturnier wird zum Schaulaufen der Superstars von Novak Djokovic und Jannik Sinner über Alexander Zverev bis zu Carlos Alcaraz. Im Mittelpunkt des Faninteresses wird jedoch der Spanier Rafael Nadal stehen, für den die Sommerspiele von Paris das letzte große Ziel sind. Von Verletzungen geplagt, will sich der 38-Jährige an der Stelle seiner größten Triumphe in Roland Garros würdig verabschieden. Bei den French Open hat Nadal, der 209 Wochen lang die Weltrangliste anführte, 14 seiner 22 Grand-Slam-Titel gewonnen. Er wird versuchen, nach 2008 (Einzel) und 2016 (Doppel) zum dritten Mal Olympiagold zu gewinnen – am größten ist die Chance im Doppel an der Seite von Alcaraz.

Katie Ledecky, Schwimmen

In der olympischen Kernsportart Schwimmen wimmelt es von großen Namen – für Gastgeber Frankreich hat Léon Marchand das Zeug zum Helden, für die US-Männer ist der mit fünfmal Gold in Tokio 2021 zum „Olympia-King“ aufgestiegene Caeleb Dressel einer der Stars. Geschichte schreiben kann jedoch seine US-Kollegin Katie Ledecky, die schon als 15-Jährige 2012 in London Gold gewann. Inzwischen ist die Freistilspezialistin siebenmalige Olympiasiegerin. In Paris kann sie über 800 Meter Freistil die erste Schwimmerin werden, die bei Olympia viermal in Folge den gleichen Wettkampf gewinnt. Ledecky hat zudem die Chance, sich zur erfolgreichsten Schwimmerin der Olympiahistorie zu krönen.

Teddy Riner, Judo

Im öffentlichen Rampenlicht steht Judo nur selten, dennoch ist Teddy Riner die größte Legende im Olympiaaufgebot von Gastgeber Frankreich. Kürzlich hat der 35-Jährige seinen elften WM-Titel gewonnen, in Paris will der 2,03-Meter-Riese zum ewigen Rekordhalter werden. Bisher hat der von der Karibikinsel Guadeloupe stammende Riner dreimal Gold und zweimal Bronze gewonnen. Nun könnten bei seinem wohl letzten Olympiastart zwei weitere Medaillen dazukommen. Riner dürfte neben dem Start im Schwergewicht auch im Mixed-Teamevent gesetzt sein. Trotz seiner etwa 140 Kilogramm Körpergewicht gilt er als technisch stark und extrem beweglich. Von 2010 bis 2020 hat er 154 Kämpfe in Folge gewonnen.

Ansicht wechseln

In dieser Ansicht können leider nicht alle Inhalte korrekt dargestellt werden.

Zur vollständigen Ansicht
Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Simone Biles, Turnen

Es war eines der größten Themen der Olympischen Spiele 2021 in Tokio: Simone Biles brach nach einem missglückten Versuch im Sprung das Finale im Mannschaftsmehrkampf ab. Psychische Probleme durch riesigen Erfolgsdruck nannte die nur 1,42 Meter große Turnerin, die wenige Jahre zuvor einen Missbrauchsskandal im US-Turnteam gemeinsam mit ihren Teamkolleginnen öffentlich gemacht hatte, als Ursache. Nach einer langen Pause kehrte die Erfinderin mehrerer Turnelemente im vergangenen Jahr in den Wettkampfsport noch stärker zurück, nun gilt sie als große Favoritin für Paris. Viermal Olympiagold hat die mehrmalige Weltsportlerin bereits gewonnen, dazu kommen bei Weltmeisterschaften insgesamt 23 Titel, viermal Silber und dreimal Bronze. Ihr Leben wurde verfilmt. In der Stadt der Liebe will die 27-Jährige nun ihr olympisches Happy End schreiben.

Turn-Superstar Simone Biles greift in Paris nochmal an.

Sky Brown, Skateboard

Sky Brown hatte gerade ihren 13. Geburtstag gefeiert, als sie in Tokio vor drei Jahren die olympische Bronzemedaille in der Skateboarddisziplin Park gewann. Nicht nur deshalb ist die jüngste britische Olympiateilnehmerin der Geschichte ein Star der anderen Art. Sie gewann schon 2018 die Kinderversion der US-Fernsehshow „Dancing with the Stars“ und hat Millionen Follower auf ihren Social-Media-Kanälen. Als sich die Teenagerin 2020 bei einem Sturz einen Schädelbruch und weitere lebensgefährliche Verletzungen zugezogen hatte, postete sie das natürlich auch bei Instagram. Die Millionärin ist als Weltmeisterin 2023 und zweimalige Siegerin der X-Games, einer jährlich stattfindenden Extremsportveranstaltung, aber auch sportlich eine Legende in der jungen Trendsportart. Nun fehlt der 16-Jährigen nur noch Olympiagold.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Nelly Korda, Golf

Nelly Korda ist die Tochter von ehemaligen Tennisprofis: des Australian-Open-Siegers Petr Korda und Regina Rajchrtova. Doch statt im Tennis und für Tschechien wie ihre Eltern feiert Nelly Korda ihre Erfolge für die USA und im Golf. Richtig berühmt wurde sie mit ihrem Olympiasieg bei den Spielen von Tokio. Nach zwei sportlich eher mäßigen Jahren hat die 25-Jährige pünktlich vor den Spielen von Paris zu ihrer Topform zurückgefunden. Nach zahlreichen Turniersiegen in diesem Jahr nimmt sie mit haushohem Vorsprung Rang eins in der Weltrangliste ein. Auch das Golfturnier der Männer ist mit Stars, unter anderem dem Weltranglistenersten Scottie Scheffler und Rory McIlroy, gespickt.

Julian Álvarez, Fußball

Kylian Mbappé, Lamine Yamal und Mo Salah – es wurden ganz große Fußballstars als Teilnehmer am olympischen Turnier gehandelt. Schließlich wurden auch Lionel Messi 2008 mit Argentinien und Neymar 2016 mit Brasilien Olympiasieger. Am Ende entschieden sich die Topkicker aber entweder für die EM-Teilnahme in Deutschland oder wie im Fall Salah für die Vorbereitung beim FC Liverpool. Der FC Bayern München verhindert die Teilnahme von Frankreichs Mathys Tel. Und so könnte am Ende der argentinische Weltmeister Julián Álvarez (24) von Manchester City der prominenteste Name in den Aufgeboten sein. Beim Turnier sind nur U23-Spieler sowie maximal drei ältere Kicker je Team zugelassen.

Verwandte Themen