Siegemund kritisiert Zuschauer und weint: „Das tut sehr weh“
Nach ihrer knappen Drei-Satz-Niederlage gegen die Amerikanerin Coco Gauff hat Tennisspielerin Laura Siegemund das Publikum bei den US Open scharf kritisiert. „Ich bin sehr enttäuscht, wie die Leute mich behandelt haben“, sagte die 35-Jährige am frühen Dienstagmorgen beim Grand-Slam-Turnier in New York und weinte zeitweise bei der Pressekonferenz. „Sie hatten keinen Respekt für mich, sie hatten keinen Respekt für gutes Tennis, das tut sehr weh.“
Die Zuschauer hatten Siegemund beim 6:3, 2:6, 4:6 phasenweise ausgebuht und nach verschlagenen ersten Aufschlägen geklatscht. „Dieses unfaire, respektlose Verhalten gegen eine Nicht-Amerikanerin, das habe ich bislang nur auf diesem Court erlebt“, sagte Siegemund. „Es ist das erste Mal, dass ich in einer Pressekonferenz weine.“
Gauff schimpft über Verhalten von Siegemund
Ihre 19 Jahre alte Gegnerin Gauff hatte sich während der Partie beklagt, dass Siegemund zwischen den Ballwechseln länger als die erlaubte Zeit zur Vorbereitung brauche. Die Deutsche kassierte deswegen zwei Verwarnungen, wodurch die Weltranglistensechste Gauff einen Punkt zugesprochen bekam.
Siegemund wird bei den US Open noch im Damen-Doppel im Einsatz sein und hat auch für das Mixed gemeldet. Auf die Frage, ob sie erneut zu den US Open zurückkehren würde, antwortete sie: „Ich würde nur wiederkommen, weil es ein Slam ist. Aber bestimmt nicht, um den Leuten eine Show zu bieten. Wenn sie so agieren, verdienen sie keine Show. Ich bin geschockt.“