„Zur Unterstützung von Gaza“

Huthis kündigen weitere Angriffe auf Schiffe an

Ismailia in Ägypten: Schiffe fahren durch den Suezkanal. Die Huthi-Rebellen im Jemen greifen Israel seit Ausbruch des Gaza-Krieges mit Drohnen und Raketen an und attackieren auch Schiffe im Roten Meer, um sie an einer Durchfahrt in Richtung Israel zu hindern. Große Reedereien meiden daher zunehmend die Route durch das Rote Meer und den Suezkanal.

Manama. Die vom Iran unterstützen Huthi-Kämpfer im Jemen haben weitere Angriffe auf Schiffe mit Verbindungen zu Israel angekündigt. Die Huthis würden ihre „legitimen Operationen zur Unterstützung von Gaza“ fortsetzen, schrieb Huthi-Sprecher Mohammed Abdel-Salam am Dienstag auf der früher als Twitter bekannten Internet­plattform X. Die von den USA angekündigte Sicherheits­initiative für Handels­schiffe vor der jemenitischen Küste wolle nur die Interessen Israels schützen und sei eine „völlig ungerechtfertigte Militarisierung des Meeres“.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Abdel-Salam schrieb, die Angriffe der Huthis seien „keine Macht­demonstration und keine Kampfansage an irgend­jemanden. Wer den Konflikt ausweiten will, muss die Konsequenzen seines Handelns tragen“, fügte er hinzu.

Eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt

Die Huthis haben seit dem Beginn des Gaza-Krieges verstärkt Handels­schiffe im Roten Meer angegriffen, das wegen des Zugangs zum Suezkanal eine der wichtigsten Schifffahrts­routen der Welt ist. Mitte November nahmen sie 25 Besatzungs­mitglieder des Frachters „Galaxy Leader“ als Geiseln und drohten jüngst, jedes Schiff ins Visier zu nehmen, von dem sie annähmen, das es aus Israel komme oder dorthin unterwegs sei.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

US-Verteidigungs­minister Lloyd Austin kündigte daraufhin am Dienstag einen Schutzeinsatz namens Operation Prosperity Guardian an, dem neben den USA Bahrain, Großbritannien, Frankreich, Italien, die Niederlande, Norwegen, Spanien, Kanada und weitere Länder angehören sollten. Unter anderem solle es gemeinsame Patrouillen geben.

RND/AP

Verwandte Themen